Verkaufen wie die Stars: Erfolg im Immobiliengeschäft

Viele private Immobilienbesitzer, die ihr Objekt verkaufen möchten, können von einem derart hohen Verkaufspreis nur träumen.

Wer den Auftakt der Rolling-Stones-Europatournee in Hamburg verpasst hat, kann jetzt die einmalige Chance ergreifen, um zumindest einem Mitglied der Band ganz nah zu sein: Der Weltstar Keith Richards verkauft sein Luxus-Apartment in Manhattan, das sich im angesagten Stadtteil Greenwich Village befindet. Es wird zu einem Preis von 12,23 Millionen Dollar angeboten. Dafür erhält der Käufer eine Wohnfläche von etwa 270 Quadratmeter, eine luxuriöse Ausstattung und natürlich die einzigartige Chance, in der Wohnung eines Weltstars zu leben.

Immobilien mit Erfolg verkaufen: Tipps und Tricks

Viele private Immobilienbesitzer, die ihr Objekt verkaufen möchten, können von einem derart hohen Verkaufspreis nur träumen. Wer nicht gerade so berühmt ist wie Keith Richards, muss bei dem Verkauf seiner Immobilie ein paar Hebel mehr in Bewegung setzen, um einen hohen Preis zu erzielen und den Verkauf schnell über die Bühne zu bringen. Da der Promi-Bonus wegfällt, empfiehlt sich das folgende Vorgehen.

1. Schritt: Unterlagen zusammenstellen

Zunächst müssen alle wichtigen Unterlagen für die Immobilie zusammengetragen werden. Dazu gehören:

  • Energieausweis

Ein Energieausweis enthält neben den allgemeinen Angaben zum Gebäude wichtige Energiekennwerte und Informationen zur kostengünstigen Modernisierung. Ebenso sind darin die für die Beheizung benötigten Energieträger wie Gas oder Öl angegeben. Ein Energieausweis wird von den zuständigen Bauaufsichtsbehörden oder dem Bauordnungsamt ausgestellt und ist ab dem Ausstellungsdatum zehn Jahre gültig.

  • Grundriss

Ein Grundriss stellt die Raumaufteilung sowie die Größe und Form der Räume in der Immobilie dar. Für Käufer hat er eine enorme Bedeutung, da sie so schon vor der Besichtigung abschätzen können, ob ihnen der Schnitt der Immobilie zusagt.

  • Gebäudeversicherungsschein

Der Gebäudeversicherungsschein ist ein Nachweis über das Vorhandensein einer Wohngebäudeversicherung. Eine solche Versicherung ersetzt die Kosten für Schäden am Gebäude, die beispielsweise durch Feuer, Sturm, Blitz oder Hagel verursacht werden.

  • Grundbuchauszug

Ein Grundbuchauszug regelt die Besitzverhältnisse eines Wohnobjektes. Diese sind im Grundbuch genau beschrieben und legen den gesetzlichen Eigentümer eines Hauses und des dazugehörigen Grundstücks fest.

  • Protokolle der Eigentümerversammlungen und die Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen

2. Schritt: Gute Fotos aufnehmen

Der zweite Schritt besteht darin, aussagekräftige und gute Fotos von der Immobilie aufzunehmen, die verkauft werden soll. Hier gilt ganz klar der Grundsatz: „Bilder sagen mehr als Worte“. Die Fotos sollten die Immobilie von ihrer besten Seite zeigen. Denn ansprechende Aufnahmen sind entscheidend für den ersten Gesamteindruck und werten das Exposé auf. Eine gute Wahl für Neueinsteiger sind digitale Spiegelreflexkameras der Mittelklasse, etwa von Nikon.

Im ersten Schritt ist entscheidend, welches Motiv und welche Perspektive ausgewählt werden muss, um eine angenehme Wohlfühlatmosphäre zu transportieren. Ein dezent möblierter Raum mit einigen Akzenten bringt Ruhe und Ordnung ins Bild. Durch erste Probeaufnahmen können weitere Details angepasst und die Perspektive samt den Lichtverhältnissen in beliebigen Ausführungen getestet werden. Für die Perspektive ist besonders wichtig, dass die Kamera bei den Aufnahmen gerade gehalten und aus etwa einem Meter Höhe fotografiert wird. Wird die Kamera gekippt, verzerrt sich die Perspektive und die Wandlinien laufen schief aufeinander zu.

Ist das gewünschte Motiv festgehalten, geht es im zweiten Schritt an die Bildbearbeitung. Hier gilt es, störende Randelemente aus dem Bild herauszuschneiden. Die Lichtverhältnisse lassen sich ebenfalls nachbearbeiten. So bekommen die Objektfotos ihren letzten, wichtigen Schliff.

3. Schritt: Realistischen Verkaufspreis ermitteln

Der Verkaufspreis darf weder zu niedrig noch zu hoch angesetzt werden. Stattdessen sollten Immobilienverkäufer den Wert realistisch einschätzen. Hierbei hilft es, die Immobilie mit ähnlichen Objekten, die in der Umgebung zum Verkauf stehen, zu vergleichen und gegebenenfalls eine professionelle Einschätzung durch Experten vornehmen zu lassen. Denn eine fehlerhafte Einschätzung kann für den Verkäufer einen enormen Verlust bedeuten.

Bei einer fachgerechten Bewertung müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Für den aktuellen Marktwert eines Objektes spielt neben der Ausstattung der Immobilie der Zeitraum, in dem sie verkauft wird, ihre Lage und ihr Baujahr samt Erhaltungszustand eine Rolle. Auch die Raumaufteilung und Energieeffizienz sind für den Preis ausschlaggebend. Da es beim Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses um viel Geld geht, ist eine Immobilienwertermittlung nicht nur in Fällen von Scheidungen, Zwangsversteigerungen oder Vermögensaufteilungen sinnvoll – sondern bei jedem Verkauf. Wer sich allerdings das Geld für einen Gutachter sparen möchte, kann auch eine Online-Immobilienbewertung bei einem der gängigen Immobilienportale durchführen. Hierbei werden alle notwendigen Daten der Immobilie abgefragt und anschließend ein Ergebnis auf Basis von Vergleichsdaten von Kaufpreisen und Gutachterausschüssen ermittelt.

4. Schritt: Anzeigen schalten

Nun, da die wichtigste Vorarbeit erledigt ist, können private Verkäufer ihre Immobilienanzeige aufgeben. Im Internet sprechen sie eine große Anzahl potentieller Käufer an und können das Objekt umfassend beschreiben. Mit aussagekräftigen Bildern und einer suchmaschinenoptimierten Beschreibung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, die Immobilie zum gewünschten Preis zu verkaufen.

5. Schritt: Die Immobilie verkaufen

Haben sich die ersten Interessenten gemeldet, gilt es, Besichtigungstermine zu vereinbaren und dabei die Immobilie im besten Licht darzustellen. Hierbei ist ein professionelles Auftreten durch den Verkäufer wichtig. Vor jeder Besichtigung muss sichergestellt werden, dass alle Informationsunterlagen für die Interessenten bereitliegen und der Verkäufer kompetent und selbstsicher auf die Fragen eingehen kann.

Natürlich sollte das Verkaufsobjekt immer vorzeigbar sein: Idealerweise ist die Immobilie aufgeräumt, besenrein und frisch gelüftet. Wenn ein Interessent gefunden ist, wird schließlich der Kaufvertrag über einen Notar abgewickelt. Hierbei ist es wichtig, dass der Käufer im Vorfeld einen entsprechenden Kapitalnachweis erbringt, um mögliche Verluste und Komplikationen nach dem Vertragsabschluss zu vermeiden. (mz)

Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser,
hier werden von unseren Moderatoren freigegebene Kommentare veröffentlicht! Wir werden sie so schnell wie möglich freischalten - täglich zwischen 7 und 22 Uhr. Wir bitten um Ihr Verständnis und bedanken uns für konstruktive Ergänzungen, Anregungen, über kritische Anmerkungen und auch über Humor.

Ihre Epoch Times-Redaktion