Verpackungen den richtigen Anstrich verpassen: Innovative Technologien machen es möglich

Der Erfolg eines Produkts hängt in vielen Fällen von der Optik ab. Ein Faktor, der auf keinen Fall unterschätzt werden darf, ist das Verpackungsdesign.

Auch hier gilt das Motto: Das Auge isst mit. Schließlich ist die Verpackung das erste, was dem Konsumenten auffällt. Sticht eine Verpackung neben der Verpackung vieler ähnlicher Produkte nicht heraus, wird sie übersehen und eine Ware wird nicht gekauft. Neben Form und Größe spielt hier die richtige Farbwahl eine wichtige Rolle. Denn die Wahl der passenden Farben entscheidet darüber, ob ein Produkt Aufmerksamkeit erregt oder nicht. Zum Bedrucken kommen heutzutage deshalb immer geschickter arbeitende Technologien zum Einsatz. Genauere Infos dazu gibt es auf www.abc-packmedia.com/.

Die Verpackung und ihre Wirkung auf den Endkunden

Bereits beim Einkauf im Supermarkt treffen Konsumenten auf ein weites Spektrum an Verpackungen, die zum Kauf eines Produktes animieren und einen ersten Eindruck vom Produkt vermitteln sollen. Aus diesem Grund entscheiden sie häufig darüber, wie hoch der an ein Produkt gerichtete Anspruch ist. Macht eine Dienstleistung oder eine Ware aufgrund ihrer professionell gestalteten Verpackung einen guten Eindruck, erhöhen sich folglich die Chancen auf einen Kauf. Die Farben und Muster auf einer Verpackung haben einen großen Anteil daran, ob ein positiver Eindruck entsteht. Aus diesem Grund werden sie mithilfe hochkomplexer Verfahren auf die Verpackung gebracht.

Zu diesen Verfahren, die je nach Verpackungsmaterial zum Einsatz kommen, zählen:

  • der Flexodruck
  • der Tiefdruck und
  • die 3D-Prägung

Diese drei Verfahren unterscheiden sich genau wie das für sie verwendete Equipment grundlegend voneinander.

Beim Flexodruck handelt es sich um ein modernes Hochdruckverfahren. Er verspricht eine exzellente Qualität und lässt sich vielseitig einsetzen. Das liegt besonders daran, dass er im Laufe der letzten Jahre stets weiterentwickelt wurde. Aus diesem Grund erfuhren die mit dem Flexodruck verbundenen Ergebnisse eine regelmäßige Optimierung und das Verfahren hat sich im Verpackungsdruck immer weiter etabliert. Die entsprechenden Drucker arbeiten bei diesem Hochdruckverfahren mit erhöhten Flächen, welche mit niedrigviskoser Farbe bedeckt werden. Die Farbe setzt sich während des Druckvorgangs am Druckobjekt ab und haftet dort an. Bei den Druckkörpern handelt es sich um flexible Druckplatten aus dem Material Fotopolymer. Diese Druckplatten werden auf den Druckzylinder montiert und im Anschluss mit einer Rasterwalze eingefärbt. Ein das Druckobjekt führender Gegendruckzylinder stellt einen Kontakt zur Druckplatte her, wodurch das Druckobjekt mit der Zielfarbe versehen wird. Der Vorteil dieses flexiblen Verfahrens besteht darin, dass es auf diversen Verpackungen angewandt werden kann. Zu diesen zählen unter anderem Servietten, Folien und Tapeten. In Italien, den USA und England kommt es ebenfalls beim Bedrucken von Zeitungen zum Einsatz. Aber auch Verpackungen von Süßigkeiten – wie Schokolade – werden durch den Flexodruck farbig gestaltet.

Ein weiteres in der Verpackungsindustrie beliebtes Verfahren ist der Tiefdruck. Seine Historie geht bis auf das 19. Jahrhundert zurück. Denn er entwickelte sich damals aus dem Kupferstich. Beim Tiefdruck handelt es sich um ein Direktdruckverfahren, welches ebenfalls unter dem Synonym Rakeltiefdruck zu hoher Berühmtheit gelangte. Unter einer Rakel versteht sich ein geschliffenes Stahlband. Dieses dient dazu, überschüssige Farbreste abzustreifen. Die zu bedruckenden Flächen werden beim Tiefdruck vertieft auf einer Metallplatte befestigt. Diese Flächen tragen den Namen Näpfchen und werden mittels Gravur, einer Ätzung oder eines Lasers angefertigt.

Im ersten Schritt des Verfahrens wird die Farbe auf der Gesamtfläche aufgetragen. Im Anschluss entfernt die Rakel sie von den nicht vertieften Flächen. Bei dem eigentlichen Druckvorgang sorgen zwei Zylinder für die Übertragung der Farbe. Diese geschieht durch einen sogenannten Anpressdruck. Bei jedem Druckvorgang findet immer nur eine Farbe ihren Weg auf das zu bedruckende Objekt. Für den Druck einer weiteren Farbe kommt das nächste Druckwerk zum Einsatz. Je nach der Anzahl der aufgetragenen Farben werden also dementsprechend viele Druckwerke verwendet. Auf diese Weise werden beispielsweise Getränkekartons ebenso wie Zigarettenschachteln bedruckt. Beim Bedrucken von Folien findet der Tiefdruck ebenfalls Anwendung.

Ein neueres und immer häufiger genutztes Verfahren stellt die 3D-Prägung dar. Ihr wachsender Erfolg liegt häufig darin, dass sie eine individuellere Gestaltung von Produkten und Verpackungen ermöglicht. Um einen dreidimensionalen Effekt einer Verpackung zu erzielen, wird die 3D-Prägung immer häufiger angewandt. Hierbei erfolgt die Bedruckung nicht auf der Oberfläche des Verpackungsmaterials. Vielmehr werden Logos, Motive oder Schriften in die Verpackung integriert. Somit ist die farbliche Gestaltung nicht nur sichtbar. Die Konturen einer Zeichnung lassen sich ebenfalls mit den Fingerspitzen ertasten. Diese Art des Drucks lässt Verpackungen häufig sehr hochwertig und edel erscheinen. Deshalb wird er häufig für Verpackungen hochqualitativer Produkte genutzt. Infolgedessen wird Vertrauen in eine Ware geweckt und die Entscheidung zum Kauf fällt leichter.

Neben der 3D-Prägung befindet sich ebenfalls das 3D-Packaging auf dem Vormarsch. Wie der Name bereits vermuten lässt, werden hierbei Verpackungen mit einer dreidimensionalen Form genutzt. Mit ihnen ist ein hoher Wiedererkennungswert verbunden, da sie sich stark von der Konkurrenz unterscheiden. Sie imitieren das eigentliche Produkt in seiner Form und der taktilen Wahrnehmung. Das weckt Neugierde. Zudem erleichtert es die Entscheidung zum Kauf, weil der Kunde so ein recht genaues Bild darüber bekommt, was ihn beim Erwerb erwartet. (mz)

Schlagworte