Aktuelle Nachrichten – CHINA MONITOR
26.03.2009
Peking – Ein chinesisches Berufungsgericht hat am Donnerstag die Todesstrafe gegen einen Verantwortlichen für den Milchskandal bestätigt. Der Molkerei-Betreiber Geng Jinping wurde verurteilt, weil er große Mengen mit Melamin verseuchter Milch an den Konzern Sanlu geliefert hat.
Das Berufungsgericht in der nordchinesischen Stadt Shijiazhuang, wo Sanlu seinen Sitz hat, bestätigte auch die gegen Gengs Bruder verhängte Haftstrafe von acht Jahren, wie der staatliche Rundfunksender CCTV berichtete. Er war als Fahrer für die Molkerei tätig.
Wegen der verseuchten Milch erkrankten nahezu 300.000 Säuglinge. Die meisten von ihnen bekamen Nierensteine. Sechs Babys kamen ums Leben. Das Gericht in Shijiazhuang hat auch eine privatrechtliche Entschädigungsklage von Betroffenen angenommen. Die Eltern eines elf Monate alten Mädchens verlangen eine Entschädigung von 31.000 Yuan (rund 3.360 Euro). Insgesamt haben sechs Familien geklagt. Sie haben eine Entschädigungszahlung der Regierung abgelehnt, weil sie sich von einem Gerichtsverfahren einen höheren Betrag erhoffen. (AP)
Private Klage im chinesischen Milchskandal zugelassen
(25.03.2009)
Todesstrafe in Prozess um chinesischen Milchskandal
(22.01.2009)
Chinesischer Hersteller verseuchter Milch ist pleite
(26.12.2008)