Foto: Shizuo KambayashiAP Photo
Tokio (apn) Tokio hat einen ersten Schritt bei der Umstellung der Taxiflotte auf Elektromotoren gemacht: Seit Montag sind drei Elektroautos auf den Straßen der japanischen Hauptstadt unterwegs. Die Batterien der Fahrzeuge sollen 300 Kilometer lang durchhalten und dann rasch ausgewechselt werden können, wie das US-Unternehmen Better Place mitteilte. Die japanische Regierung unterstützt das Projekt, das zunächst drei Monate dauern soll.
Elektrofahrzeugen gehöre wegen der steigenden Zahl von Autos und der deshalb steigenden Spritpreise die Zukunft, sagte Better-Place-Chef Shai Agassi. „Es gibt keine Alternative.“ Die Kosten für Elektroautos würden dagegen sinken – wie die von Flachbild-Fernsehern.
Die Besonderheit des Pilotprojekts in Tokio ist, dass die Akkus der Testfahrzeuge an Wechselstationen ausgetauscht werden. Der Batteriewechsel soll weniger als eine Minute dauern. Damit unterscheidet sich das Konzept von anderen Versuchen mit Elektroautos, bei denen die Wagen oft stundenlang aufgeladen werden müssen.
Zunächst gibt es in Tokio nur eine Wechselstation. In der Stadt gibt es aber 60.000 Taxis – mehr als in New York, Paris und London zusammen. Um sie alle versorgen zu können, müssten es 300 Stationen sein. Bis dahin ist es also noch ein langer Weg. Nach Angaben Ichiro Kawanabes, dessen Taxiunternehmen mit Better Place zusammenarbeitet, ist noch nicht entschieden, wie es nach der Testphase weitergehen soll. „Wir wollen mit unseren Taxis einen Beitrag für die Gesellschaft leisten“, sagte er.
Zwar sind nur zwei Prozent der Fahrzeuge in Japan Taxis, diese verursachen aber ein Fünftel des gesamten CO2-Ausstoßes, wie Better Place erklärte. Japanische Regierungsvertreter äußerten die Hoffnung, dass das Pilotprojekt in anderen Städten Nachahmer findet. Japan hat sich ehrgeizige Klima-Ziele gesetzt: Im Jahr 2020 will das Land ein Viertel weniger CO2 produzieren als 1990. (AP)
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