Foto: Daniel Kopatsch/dapd
Berlin – Eine totale Mondfinsternis entsteht, wenn der Mond durch den Erdschatten wandert. Dazu müssen Sonne, Erde und Mond genau auf einer Linie stehen: Links leuchtet die Sonne, in der Mitte befindet sich die Erdkugel. Sie wirft einen Schatten nach rechts auf den Mond, sodass sich dessen Oberfläche verfinstert. Um den sogenannten Kernschatten herum liegt ein weniger dunkler Halbschatten, der mit wachsender Entfernung von der Erde breiter wird.
Der Mond umrundet einmal in etwa 30 Tagen die Erde. Seine Umlaufbahn (rund 356.000 bis 407.000 Kilometer von der Erde entfernt) ist leicht geneigt gegenüber jener Bahn, auf der die Erde um die Sonne kreist. Läuft der Mond oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei, ist er als Vollmond zu sehen.
In den Erdschatten taucht der Mond, wenn sich die beiden Umlaufbahnen schneiden. Die Finsternis ist dann überall zu sehen, wo der Mond um diese Zeit über dem Horizont steht. Von Mitteleuropa aus ist dieses Naturschauspiel ein bis zwei Mal im Jahr zu beobachten. Als totale Mondfinsternis gilt, wenn sich der Mond vollständig im Kernschatten der Erde befindet.
Allerdings ist der Erdtrabant auch bei einer totalen Mondfinsternis nicht vollkommen unsichtbar. Ursache hierfür ist die Erdatmosphäre, die dann nur den langwelligen, roten Anteil des Sonnenlichtes in den Schattenkegel lenkt. Aus diesem Grund leuchtet der Mond auch während einer Finsternis rötlich.
Bis zur nächsten totalen Mondfinsternis müssen sich Schaulustige in Mitteleuropa übrigens länger gedulden: Erst am 28. September 2015 wird es das Spektakel am Himmel hierzulande wieder zu bewundern geben.
(dapd)
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