Aktuelle Nachrichten – Deutschland
02.02.2009
Berlin – Die Gewerkschaft Transnet hat ihre Forderung an Bahnchef Hartmut Mehdorn nach umfassender Aufklärung und Entschuldigung in der Datenaffäre konkretisiert. Der Transnet-Vorsitzende Alexander Kirchner sagte am Montag dem rbb-Inforadio, den Beschäftigten müsse erklärt werden, was tatsächlich passiert ist.
Über die Entschuldigung Mehdorns hinaus haben die Gewerkschaften Transnet und GDBA eine Sondersitzung des Bahn-Aufsichtsrats zu der Affäre beantragt. Darin sollen die Verantwortlichkeiten dafür geklärt werden, dass die Bahn heimlich die Daten von 173.000 Mitarbeitern und 80.000 Lieferanten abgeglichen hat.
Wer auch immer dies veranlasst habe, müsse die Verantwortung dafür übernehmen, forderte Kirchner. „Entschuldigung bedeutet natürlich mehr, als nur zu sagen: 'Tut mir leid', sondern hier muss klar geäußert werden, wenn es einen Schaden gegeben hat für die Beschäftigten, dass da Verantwortung übernommen wird. Und letztendlich muss auch darüber geredet werden, wie das in Zukunft vermieden wird.“
Der Transnet-Vorsitzende betonte, sollte der Vorstand sich nicht entschuldigen, müsse er insgesamt in Verantwortung genommen werden. Letztendlich werde der Aufsichtsrat dann Konsequenzen ziehen müssen. (AP)
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