Konjunktur – Troika soll wohl nächste Woche nach Athen zurückkehren – DAPD
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Griechische Sparpolitik Troika soll wohl nächste Woche nach Athen zurückkehren

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07.09.2011

Protest gegen Kürzungen und Sparprogramme in Griechenland. U-Bahnstreik für vier Stunden am Mittwoch.  Foto: AP Photo/Kostas Tsironis
Protest gegen Kürzungen und Sparprogramme in Griechenland. U-Bahnstreik für vier Stunden am Mittwoch.

Foto: AP Photo/Kostas Tsironis

Brüssel – EU-Währungskommissar Oli Rehn rechnet damit, dass die Troika aus Vertretern von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds "bis kommende Woche" nach Athen zurückkehren und dort ihre Überprüfung der griechischen Sparbemühungen fortführen wird. Dann sollten die griechischen Behörden die technische Arbeit abgeschlossen haben, die Voraussetzung für eine Fertigstellung der Bewertung sei, erklärte Rehn am Mittwoch laut Redetext bei einer Veranstaltung in Brüssel.

Die Troika hatte Ende vergangenen Woche – offenbar nach Divergenzen – ihre Arbeit in Griechenland unterbrochen und Athen verlassen. Laut EU-Kreisen gab es unterschiedliche Auffassungen zu den Defizit-Zahlen und darüber, wie mit dem Etat-Defizit umgegangen werden soll. Offiziell teilten EU, EZB und IWF in einer gemeinsam verbreiteten Erklärung mit, man wolle den griechischen Behörden Zeit geben, um technische Arbeiten zu beenden. In den Tagen darauf war - auch in Deutschland – verstärkt Kritik an der griechischen Sparpolitik aufgekommen.

"Die Lage ist ernst, und es ist nicht nötig, so zu tun, als sei dies nicht der Fall", betonte Rehn, der vor einem Übergreifen der aktuellen finanziellen Turbulenzen auf die Realwirtschaft warnte. Daher sei es dringend nötig, die Marktturbulenzen einzudämmen.

An Spekulationen darüber, ob künftige Entwicklungen in der EU, wie die diskutierte gemeinsame Wirtschaftsregierung, eine Vertragsänderung nötig machen würden, wollte Rehn sich nicht beteiligen. "Zum derzeitigen Zeitpunkt ist das eine hypothetische Frage", erklärte er.

(dapd)

 

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