Aktuelle Nachrichten – International
25.12.2007
Istanbul – Die Türkei hat nach eigenen Angaben seit Mitte des Monats mehr als 200 PKK-Stützpunkte im Nordirak angegriffen und hunderte kurdische Rebellen getötet. Bis zu 175 Aufständische seien allein den Luft- und Artillerieangriffen am 16. Dezember zum Opfer gefallen, erklärten die Streitkräfte am Dienstag auf ihrer Web-Site. Damals räumte das Militär erstmals Luftangriffe auf irakisches Territorium ein. Zwei Tage später wurden für kurze Zeit auch Bodentruppen ins Nachbarland geschickt. Am vergangenen Wochenende gab es neue Angriffe.
Die letzten von den Streitkräften bestätigten Bombardierungen fanden am Samstag statt. Berichte über weitere Luftangriffe am Sonntag blieben vorerst widersprüchlich. Die USA und der Irak haben die Türkei aufgefordert, größere Militäroperationen in dem Gebiet zu unterlassen. Sie befürchten, dass die vergleichsweise ruhige Lage in der Region dadurch gefährdet werden könnte.
Der Ministerpräsident der autonomen kurdischen Region im Nordirak, Mahmud Barsani, kritisierte das Vorgehen der Türkei. Die wiederholten Angriffe im Nordirak seien nicht akzeptabel, sagte Barsani vor Journalisten in Sulaimanija. „Wir können nicht hinnehmen, dass unsere Dörfer bombardiert und die Bewohner getötet werden.“ (AP)
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