Unternehmen – UBS kündigt weltweiten Stellenabbau an – Annika Schulze
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Schweizer Großbank UBS UBS kündigt weltweiten Stellenabbau an

Annika Schulze

23.08.2011

Investmentbanking von Abbau am stärksten betroffen. Foto: Walter Bieri,Keystone/AP Photo
Investmentbanking von Abbau am stärksten betroffen.

Foto: Walter Bieri,Keystone/AP Photo

Zürich – Die Schweizer Großbank UBS plant bis 2013 weltweit den Abbau von rund 3.500 Stellen. Die Mitarbeiter würden gekündigt oder verließen das Unternehmen altersbedingt, teilte die Bank am Dienstag in Zürich mit. Wie viele Mitarbeiter in Deutschland von dem Stellenabbau betroffen sind, konnte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage nicht sagen. Ab 2013 soll der frühere Bundesbankpräsident Axel Weber bei UBS die Nachfolge von Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger antreten.

Das Institut will mit den Sparmaßnahmen seine jährlichen Kosten um zwei Milliarden Franken (1,8 Milliarden Euro) senken und damit effizienter werden. Die Veränderungen kosten die Bank den Angaben zufolge 550 Millionen Franken und werden damit etwas teurer als von Analysten erwartet. Für den Personalabbau fallen 400 Millionen Franken an, Rationalisierungsmaßnahmen im Immobilienbereich schlagen mit 150 Millionen Franken zu Buche.

Investmentbanking von Abbau am stärksten betroffen

Von dem Stellenabbau sind nach UBS-Angaben etwa 1.600 Mitarbeiter im Investmentbanking betroffen. Rund 1.200 Stellen will das Institut in der Vermögensverwaltung und seinem Schweizer Bankgeschäft einsparen.

Allein in der Schweiz fielen den Sparplänen rund 400 Arbeitsplätze vor allem in der Region Zürich zum Opfer, vorwiegend in den Abteilungen Zentrale Dienste sowie Stabstellen, teilte UBS mit. Betroffene Mitarbeiter würden im Rahmen eines Sozialplans unterstützt.

Aktie notiert im Plus

Bei den Anlegern kam das Sparziel der UBS offenbar gut an. Die Aktie stand am Vormittag 2,4 Prozent im Plus und notierte damit etwas höher als der Gesamtmarkt. Allerdings spielten bei dem Kursgewinn auch positive Vorgaben aus Asien eine Rolle.

Die Großbank war in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Steuerflucht unter Druck geraten und musste Namen und Daten verdächtiger US-Kunden an die zuständigen Steuerbehörden übermitteln sowie eine Strafe zahlen.

Deutschland und die Schweiz schlossen Mitte August ein Steuerabkommen, das deutsche Vermögen in der Schweiz rückwirkend besteuert sowie Abgaben auf künftige Kapitalerträge festlegt. Die Bankkunden bleiben dabei allerdings anonym und gehen selbst nach jahrelanger Steuerhinterziehung straffrei aus, wenn sie ihr Vermögen nachversteuern.

 

(dapd)

 

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