Zürich/Basel – Die Grossbank UBS zeigt für das zweite Quartal 2008 einen Verlust von 358 Millionen Franken. Das Quartalsergebnis war belastet durch Verluste von 5,1 Milliarden Dollar aus Risikopositionen im US-Immobilienmarkt und andern Risikopositionen, wie die grösste Schweizer Bank am Dienstag mitteilte. Der Quartalsverlust vergleicht sich mit 11,535 Milliarden Franken im ersten Quartal. Konzernweit verzeichnete die UBS einen Neugeldabfluss von 43,8 Milliarden Franken, verglichen mit Zuflüssen von 34 Milliarden Franken im zweiten Quartal des Vorjahres. Die verwalteten Vermögen betrugen am Quartalsende 2,763 Billionen Franken. Die UBS verpasste die Erwartungen der Analysten. Diese hatten einen Quartalsverlust von 250 bis 300 Millionen Franken erwartet und die Netto-Neugeldabflüsse auf gut 20 bis 25 Milliarden Franken veranschlagt hatten. Weiter gab die UBS bekannt, dass sie ihren Personalbestand von Ende März bis Ende Juni um 2.387 Beschäftigte auf 81.452 Angestellte verringert hat; der grösste Teil entfiel dabei auf die Investmentbank. Die UBS will insgesamt 5.500 Stellen – davon 1.500 in der Schweiz – abbauen. Die Bank bestätigte die Kernkapitalquote von 11,6 Prozent. Das ist gleich viel wie am Ende des ersten Quartals. Die UBS rechnet damit, dass sich das negative Finanzmarkt- und das wirtschaftliche Umfeld, dass das zweite Quartal belastet hatte, in der zweiten Jahreshälfte nicht verbessern wird. „UBS wird damit fortfahren, den Personalbestand, die Kosten und ihre Risikoposten weiter abzubauen“, heisst es in der Mitteilung. (AP)
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