Foto: Roberto Pfeil
Bonn – Bekannt ist er für seine bunten Gemälde, jetzt zeigt das Kunstmuseum Bonn das Werk des deutschen Malers Ernst Wilhelm Nay (1902-1968) von einer anderen Seite. In einer groß angelegten Retrospektive werden ab Donnerstag (20. September) rund 150 Papierarbeiten präsentiert, wie das Museum am Dienstag mitteilte. Die Ausstellung "Ernst Wilhelm Nay - Das polyphone Bild" verdeutliche, dass dem Künstler neben dem Gemälde die Gouache und das Aquarell ebenso wichtig war.
Die Werke spiegelten die gesamte Entwicklung Nays vom Früh- bis Spätwerk wieder. Die Gouachen, Aquarelle und Zeichnungen stammen aus dem Eigentum der Nay-Stiftung sowie aus Museums- und Privatbesitz. Nach Einschätzung des Museums gehört Nay zu den Künstlern in Deutschland, die in der Nachkriegszeit am entschiedensten die Farbe in ihren Werken genutzt haben. Auch die ausgestellten Zeichnungen zeigten, dass der Schaffensprozess seiner Bilder immer in die Farbe führte.
Nays Werk reicht von Landschaftsbildern über figürliche und mythische Elemente bis zur Scheibe als dominierendes Bildmotiv. Oft stehen die Farbflächen nur im Kontrast Nebeneinander. In anderen Arbeiten hat er die Scheiben durchstrichen. Die Schau dauert bis zum 3. Februar 2013.
(http://www.kunstmuseum-bonn.de )
dapd
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