Aktuelle Nachrichten – International
02.02.2008
Kampala – Die anhaltenden Unruhen im Nachbarland Kenia haben Ugandas Wirtschaft schwer getroffen. Dem Land entgingen täglich Einnahmen von 500.000 Dollar (330.000 Euro), erklärten Beamte in der Hauptstadt Kampala. Zusätzlich sind die Gas- und Benzinpreise in Uganda wegen Nachschubmangels stark angestiegen, einige Unternehmen mussten die Produktion einstellen, da keine Rohmaterialien mehr geliefert wurden. Das ostafrikanische Land verfügt über keinen Zugang zum Meer und wickelt seinen Handel daher zumeist über Kenia ab.
Die nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Kenia Ende Dezember ausgebrochenen Unruhen haben wichtige Transitstrecken aus Sicherheitsgründen unpassierbar gemacht. Das tägliche Handelsvolumen ging seither von zwei Milliarden ugandischen Schillingen (800.000 Euro) auf 800 Millionen Schilling (320.000 Euro) zurück, wie das Handelsministerium mitteilte. Der Anstieg bei den Treibstoffkosten hat bei einzelnen Taxi- und Bustarife in Kampala innerhalb kurzer Zeit zu einer Verdoppelung des Preises geführt. (AP)
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