Arabische Emirate verbieten Berichte über März-Unwetter

Die Veröffentlichung von Wettervideos und Bildern über das März-Unwetter in den Arabischen Emiraten stehen unter Strafen. Wenn jemand "falsche Informationen verbreite, die dem Ruf des Landes schaden" drohen bis zu drei Jahre Gefängnis und Geldstrafen bis 246.000 Euro.

Am 9. März 2016 gab es in den Arabischen Emiraten heftige Regenfälle, Sturm und Überschwemmungen. Meldungen darüber wurden durch zuständige Vertreter verboten, nur die offiziellen Behörden dürfen Auskunft erteilen. 

Der Sturm sorgte u.a. für Ausfälle und Verspätungen im Flugverkehr in Abu Dhabi, auch das Bildungsministerium hatte die Schulen für mehrere Tage schließen lassen, schreibt N24.

Nun warnten die Verantwortlichen die Menschen negative Schlagzeilen zu verbreiten: "Gerüchte sowie schädliche Fotos und Videos der Überflutungen, Unfälle und Feuer in sozialen Netzwerken zu verbreiten", "Emarat Al Youm", eine Zeitung der Emirate.

Diese Handlung stehen unter Strafe, schreibt "Emirates 24/7", da sie "Verwirrung und Panik in der Gesellschaft verursachen". Weiterhin wirken sie sich "auf den Ruf des Landes und die Anstrengungen der staatlichen Dienststellen aus, die schließlich versuchen Leben zu retten und Besitz zu schützen."

Das ist "ein unverantwortliches Verhalten". Der Anwalt Yousef Al-Sharif erklärte der Zeitung "Emarat Al Youm", dass bei Missachtung der Gesetze und "der Verbreitung falscher Informationen, die dem Ruf des Landes schaden", Gefängnisstrafen zwischen einem Monat und drei Jahren sowie Geldstrafen von umgerechnet bis zu 246.000 Euro verhängt werden können.

Auf wetteronline erscheint in der Niederschlagstabelle für März lediglich "Keine Daten verfügbar". (ks)