Starkes Erdbeben versetzt Menschen in Afghanistan, Pakistan und Indien in Angst

Ein schweres Erdbeben hat am Mittwoch Menschen in Afghanistan, Pakistan und Indien in Angst versetzt. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben im Hindukusch-Gebirge eine Stärke von 6,1. In Pakistan starb ein Kind bei einem Dacheinsturz.

Ein schweres Erdbeben hat am Mittwoch Menschen in Afghanistan, Pakistan und Indien in Angst versetzt.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben im Hindukusch-Gebirge eine Stärke von 6,1, es war auch in den Hauptstädten Kabul, Islamabad und Neu Delhi zu spüren. Aus Afghanistan wurden zunächst nur kleinere Schäden gemeldet, in Pakistan starb ein Baby beim Einsturz eines Hausdachs.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte lag das Zentrum des Bebens im Nordwesten Afghanistans nahe der Grenze zu Tadschikistan im Hindukusch-Gebirge. Der Erdstoß ereignete sich demnach in der Nähe von Dscharm in der Provinz Badachstan in einer Tiefe von 191 Kilometern. In der Region hatte sich im Oktober 2015 ein verheerendes Erdbeben der Stärke 7,5 ereignet, bei dem mehr als 380 Menschen ums Leben gekommen waren.

Ein Sprecher der afghanischen Katastrophenschutzbehörde sagte dem Sender 1TV, nach dem Beben vom Mittwoch seien bislang keine Opfer gemeldet worden. Badachstans Vize-Provinzgouverneur Gul Mohammed Bidar sagte der Nachrichtenagentur AFP, ersten Angaben zufolge sei der Schaden „minimal“. Zunächst seien drei Verletzte gemeldet worden. In afghanischen Medien war von beschädigten Häusern und verlorenem Vieh die Rede. Das dem Epizentrum des Bebens am nächsten gelegene Dorf wird nach Angaben von Bidar von den radikalislamischen Taliban beherrscht. Die Umgebung sei hingegen unter der Kontrolle der Regierung.

In der südwestpakistanischen Provinz Baluchistan starb ein Baby, als im Haus seiner Familie das Dach einstürzte. Nach Behördenangaben wurden neun weitere Familienmitglieder verletzt.

Die pakistanische Katastrophenschutzbehörde gab für verschneite Gebiete im Hindukusch eine Lawinenwarnung heraus. In den pakistanischen Großstädten Islamabad, Peshawar und Lahore wurden Häuser, Büros und Schulen evakuiert. Bei einer Drängelei in einer Grundschule in einem Vorort von Peshawar wurden nach Angaben der Rettungskräfte vier Schüler verletzt. In der indischen Hauptstadt Neu Delhi waren leichte Erschütterungen zu spüren.

In Kabul rannten die Menschen in Angst auf die Straße. Es habe zwar keine Schäden gegeben, „aber die Leute hatten wieder Angst“, sagte Teppichverkäufer Mustafa der AFP.

In Afghanistan sind Erdbeben sehr häufig, insbesondere im Hindukusch. Hilfsorganisationen fordern, die Katastrophenvorsorge in dem Krisenland deutlich zu verbessern. (afp)

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