Umwelt – Umweltpreis geht an Jung-Unternehmer, Meeresforscher und Ehrenamtliche – DAPD
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Höchstdotierte Umweltauszeichnung Europas Umweltpreis geht an Jung-Unternehmer, Meeresforscher und Ehrenamtliche

DAPD

16.09.2009

Osnabrück – Der Deutsche Umweltpreis geht in diesem Jahr an zwei Jung-Unternehmer, einen Meeresbiologen und eine ehrenamtliche Umweltschützerin. Die mit 500.000 Euro höchstdotierte Umweltauszeichnung Europas erhalten die beiden nordrhein-westfälischen Unternehmer Petra Bültmann-Steffin und Carsten Bührer, der Bremer Wissenschaftler Bo Barker Jörgensen sowie die Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland, BUND, Angelika Zahrnt. Dies teilte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, DBU, am Mittwoch mit.

Bültmann-Steffin und Bührer aus Neuenrade und Rheinbach, beide 39 Jahre alt, werden laut der Jury für eine von ihren Firmen weltweit erstmalig in der Industrie umgesetzte Technikentwicklung geehrt, mit der massiv Energie gespart wird. Konkret geht es um einen Spezial-Heizer auf Basis der sogenannten Hochtemperatur-Supraleiter, HTS, die Stromverlust verhindern. Zum Einsatz kommt er in der Industrie, um etwa Metallblöcke zur Weiterverarbeitung auf die erforderliche Temperatur zu erhitzen – ein Sektor, der riesige Energiemengen benötigt.

Schon der Einsatz eines einzigen derartigen Heizers spare jährlich 600 Tonnen CO2, betonte DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde, der die Entwicklung als „ein Stück Technikgeschichte“ lobte. „Dieses herausragende Beispiel unterstreicht die Innovationskraft des deutschen Mittelstandes und die Kompetenz deutscher Fachkräfte“, lobte er.

Entschlüsselung der Rolle der Weltmeere

Der 62-jährige Jörgensen wird für seine Forschungsarbeiten zum Verständnis mikrobieller Vorgänge im Meer gewürdigt. Den Direktor des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie in Bremen lobte die DBU als Wegbereiter der Aufklärung mikrobieller Auf- und Abbauvorgänge im Meeresboden. Seine Forschungen trügen dazu bei, die Rolle der Weltmeere im globalen Klimageschehen zu entschlüsseln.

Die Preisträgerin Zahrnt lobte Brickwedde als eine Vordenkerin für eine soziale Umwelt-Politik, die sich über Jahrzehnte ehrenamtlich für den Schutz der Umwelt eingesetzt habe. Im Vorstand des BUND habe sie wegweisende Anstöße für die Nachhaltigkeitsdebatte gegeben. Das Konzept der Öko-Steuer habe sie bereits vor 20 Jahren aufgegriffen, weiterentwickelt und in die politische Debatte gebracht.

Das 500.000-Euro-Preisgeld wird zwischen dem Unternehmer-Duo, Jörgensen und Zahrnt gedrittelt. Bundespräsident Horst Köhler soll die Auszeichnung am 25. Oktober in Augsburg überreichen. (AP)

 

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