Klima – Umweltzonen gegen Feinstaub wirkungslos – DAPD
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ADAC-Studie Umweltzonen gegen Feinstaub wirkungslos

DAPD

29.05.2009

Alles umsonst? (AP Photo/Joerg Sarbach)
Alles umsonst? (AP Photo/Joerg Sarbach)

Hamburg – Fahrverbote für Autos ohne Feinstaubplakette führen laut einer Studie des ADAC nicht zur gewünschten Verbesserung der Luftqualität vor Ort. Die Verkehrsexperten verglichen die Schadstoffbelastungen vor und nach der Einführung sogenannter Umweltzonen und zwar – wegen der identischen Witterungseffekte – in benachbarten Städten, wie der „Spiegel“ am Freitag vorab berichtete.

In der Berliner Innenstadt, in der seit dem Frühjahr 2008 ein Fahrverbot für ältere Autos gilt, verzeichneten die Messstationen demnach mal einen Rückgang der Feinstaubkonzentration bis zu 4,7 Prozent und mal einen Anstieg bis zu 5 Prozent.

Ebenso uneinheitlich veränderten sich zeitgleich die Feinstaubwerte im etwa 30 Kilometer entfernten Potsdam, wo es keine Umweltzone gibt, wie es weiter hieß. Hier schwankten die Werte dem Bericht zufolge zwischen minus 1,9 Prozent und plus 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch beim giftigen Stickstoffdioxid wurden in Berlin laut „Spiegel“ mit der Einführung des Fahrverbots keine größeren Fortschritte erzielt als in Potsdam ohne Fahrverbot. Ebenso ernüchternd sei ein Vergleich der benachbarten Städte Mannheim (mit Umweltzone) und Ludwigshafen und Karlsruhe (beide in 2008 ohne Umweltzone) ausgefallen.

„Die erwartete Verbesserung der Luftqualität durch die Einführung von Umweltzonen ist nachweislich nicht eingetreten“, heißt es in der Studie. Der ADAC hatte sich bereits zuvor immer wieder gegen Umweltzonen ausgesprochen – unter anderem mit der Begründung, dass der Verkehr nur rund ein Viertel zur Feinstaubbelastung beitrage, während der Großteil von Industrie und Haushalten verursacht werde. (AP)

 

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