Aktuelle Nachrichten – International
07.06.2011
New York – Die sudanesische Regierung will nach Informationen von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Rückkehr tausender Flüchtlinge in die umstrittene Grenzregion Abjei ermöglichen. Auch sei es zu früh davon zu sprechen, dass sich in der ölreichen Region ethnische Säuberungen ereigneten, sagte Ban am Montag.
Der UN-Generalsekretär bestätigte einen vertraulichen Bericht der UN-Mission im Sudan, in dem davor gewarnt wird, dass eine Invasion der sudanesischen Streitkräfte zu einer "ethnischen Säuberung" führen könne, sollten nicht die Bedingungen für eine Rückkehr der mehr als 30.000 (Angehörigen des Stammes) Ngok Dinkas geschaffen werden.
Die Ngok Dinkas, die sich selbst dem Südsudan zurechnen, waren vor den nordsudanesischen Truppen und den Misseriya, mit dem Norden verbundene arabische Rinderhirten, aus Abjei geflohen. Der UN-Bericht schätzt, dass zwischen 15 und 20 Prozent der Häuser der Ngok Dinkas niedergebrannt und damit "absichtlich zerstört" wurden.
(dapd)
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