Aktuelle Nachrichten – Europa
19.10.2009
Den Haag – Erstmals befasst sich ein internationales Tribunal mit Gräueltaten in der sudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur. Vor dem Internationalen Strafgerichtshof, IStGH, in Den Haag begann am Montag eine Anhörung gegen den sudanesischen Rebellenführer Bahar Idriss Abu Garda. Dem 46-Jährigen werden Mord, Plünderungen und Angriffe auf internationale Friedenstruppen in Darfur vorgeworfen.
Abu Garda hat sich im Mai gestellt und für unschuldig erklärt. Die Anklage will während der zweiwöchigen Anhörung ihre Beweismittel vorlegen. Danach wird das Gericht der Vereinten Nationen entscheiden, ob es zu einem Prozess kommt.
Die stellvertretende Anklägerin Fatou Bensouda erklärte zu Beginn der Anhörung, Abu Garda habe im Jahr 2007 einen Angriff auf die Friedenstruppe der Afrikanischen Union befohlen. Dabei kamen zwölf Soldaten ums Leben. Die Opfer seien vorsätzlich getötet worden. „Die meisten wurden aus nächster Nähe erschossen. Sie wurden hingerichtet“, sagte Bensouda. Abu Gardas Anwalt Karim Khan wies die Vorwürfe zurück. (AP)
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