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Selbstachtung und Selbstvertrauen UNICEF-Bericht Deutschland: Kinder profitieren von Berufstätigkeit der Eltern

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16.12.2011

Kinder in Deutschland profitieren von Selbstvertrauen das entsteht, wenn die Eltern den Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Foto: Nicole Müller/www.pixelio.de
Kinder in Deutschland profitieren von Selbstvertrauen das entsteht, wenn die Eltern den Lebensunterhalt selbst bestreiten können.

Foto: Nicole Müller/Pixelio

Berlin – Kinder in Deutschland profitieren von der Berufstätigkeit ihrer Eltern: Diese sei entscheidend für ihr Wohlbefinden, heißt es in dem am Freitag in Berlin veröffentlichten UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in der Bundesrepublik. Auch eine gute Förderung in Bildungseinrichtungen könne dies nicht ausgleichen. Bundesweit sind dem Bericht zufolge 14 Prozent der Kinder von Armut bedroht, besonders betroffen sind diejenigen, die mit nur einem Elternteil aufwachsen.

"Für die Selbstachtung und das Selbstvertrauen der Kinder ist es von zentraler Bedeutung, dass ihre Eltern den Lebensunterhalt selbst bestreiten können", sagte Hans Bertram von der Berliner Humboldt-Universität, Hauptautor des UNICEF-Berichts. Ansätze, die allein auf Verbesserungen in Kindergarten und Schule setzten, griffen zu kurz. "Eine gute Förderung der Kinder muss Hand in Hand gehen mit einer Stärkung der Eltern", forderte Jürgen Heraeus, Vorsitzender von UNICEF Deutschland.

Kindern auf dem Land geht es besser als denen in Städten

Die Lebenswelten der Kinder, zu dem Schluss kommt der Bericht, seien innerhalb Deutschlands sehr unterschiedlich. Die Unterschiede seien teilweise größer als die zwischen einzelnen OECD-Staaten, heißt es. So gehe es Kindern in städtischen Zentren schlechter als in Flächenländern. Alleinerziehende seien weitaus stärker von Armut bedroht als andere gesellschaftliche Gruppen, auch wenn sich die Situation seit 2008 etwas verbessert habe.

Grundsätzlich werde die Kinderarmut in Westdeutschland unterschätzt und die in Ostdeutschland überschätzt, lege man die regionalen Einkommensunterschiede und Lebenshaltungskosten zugrunde, betonte die Organisation weiterhin. So sei es in vielen westdeutschen Großstädten wie München oder Frankfurt am Main viel schwieriger, mit den Hartz-IV-Sätzen auszukommen als in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern.

(dapd)

 

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