Aktuelle Nachrichten Europa – Unverminderter Zuwanderung lässt Nachfrage nach Wohnraum steigen – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Europa

Wohnungsbaustudie Unverminderter Zuwanderung lässt Nachfrage nach Wohnraum steigen

DAPD

16.07.2008

Zürich – Der unverminderte Zuwanderungsschub aus dem Ausland hat in der Schweiz zu einer erhöhten Wohnraumnachfrage geführt. Der Wohnungsbau hat laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Credit Suisse (CS) den Zenit zwar bereits überschritten. Nach wie vor gestützt wird die Bautätigkeit aber von Eigentumswohnungen.

Der Zuwanderungsschub aus dem Ausland hält unvermindert an und wird auch im laufenden Jahr für ein überdurchschnittlich hohes Bevölkerungswachstum in der Schweiz sorgen, wie die CS schreibt. Insbesondere im Wirtschaftsraum Zürich, der Zentralschweiz, im Genferseeraum sowie in den Tourismuskantonen äussere sich dies in einer erhöhten Nachfrage nach Wohnraum. Positive Impulse dürfte die Wohnungsnachfrage laut der Studie auch von Seiten der Einkommensentwicklung erhalten. So steige das Realeinkommen der Haushalte 2008 voraussichtlich um zwei bis drei Prozent, wovon ein Teil erfahrungsgemäss für eine Ausweitung der Wohnausgaben verwendet werde.

Allmählich an Fahrt verliere dagegen der Wohnbauboom. So wird nach der Erstellung von 43.501 Wohnungen im Vorjahr für das laufende Jahr noch mit 42.000 neuen Einheiten gerechnet. Im ersten Quartal 2008 waren 8.725 Wohnungen fertig gestellt worden, was im Vergleich zum Vorjahresquartal einem Rückgang von 2,4 Prozent entspricht. Auch bei den Baubewilligungen ist seit 2007 ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Nach wie vor eine Stütze der Bautätigkeit und ein dominierendes Wohnsegment seien Eigentumswohnungen. Die Einfamilienhäuser hätten in den vergangenen zwei Jahren dagegen eine deutliche Einbusse bei der Zahl bewilligter Wohneinheiten hinnehmen müssen. Grund dafür seien der Anstieg der Bodenpreise, steigende Hypothekarzinsen sowie die hohe Bauteuerung. Nur einmal jährlich erhoben werden die Leerwohnungen. 2007 betrug der Leerstand aber 1,07 Prozent und auch für das laufende Jahr rechnet die CS unter Berücksichtigung der weiterhin starken Nachfrage nur mit einer geringfügig veränderten Ziffer.

Weiterhin oberhalb von zwei Prozent dürfte sich die Teuerung bei den Mieten bewegen. Obwohl Preisübertreibungen in der Schweiz in gewissen Segmenten wie Ferienwohnungen und regionalen Teilmärken wie Genf nicht von der Hand gewiesen werden könnten, sei das Preisniveau trotz der langen Periode steigender Preise nicht überteuert. Die CS rechnet mit einer abnehmenden Preisdynamik und einer Stagnation der Preise im laufenden Jahr besonders im Eigentumssegment.

Dank dem erwarteten Anstieg der Bürobeschäftigung um rund 19.000 Vollzeitäquivalente dürften die Leerstände bei den Büroflächen insbesondere in den Zentren ihre sinkende Tendenz beibehalten. Weiter werde sich die Schere bei den Mieten für Verkaufsflächen zwischen zentralen und peripheren Lagen öffnen. Zudem hält die CS fest, dass die Werte indirekter Schweizer Immobilienanlagen nach einer Korrektur im Vorjahr seit Jahresbeginn mit einer Erholung hervorstechen. (AP)

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

 
Anzeige
Anzeige