Aktuelle Nachrichten – Kultur
28.04.2012
Foto: Jerome Pollos/Getty Images
Albuquerque/USA – Im Rhythmus der Trommeln stampfen die Tänzer mit ihren Füßen, das Klingeln der Glöckchen an ihren Kostümen ist ohrenbetäubend. Im US-Staat New Mexico sind tausende Indianer zum "Treffen der Nationen", einem der größten Powwows der Welt, zusammengekommen.
Sie tragen ihre traditionelle, mit Fransen, Perlen, Glöckchen und Federn besetzte Kleidung und sind aus Kanada, von der Ost- und Westküste der USA und von überall dazwischen in die Arena der University of New Mexico in Albuquerque gekommen. Mehr als 500 Indianer-Stämme nehmen an dem Treffen teil und neben den vielen tausend Sängern und Tänzern, die sich in Wettbewerben messen, wird bei dem dreitägigen Spektakel auch mit bis zu 150.000 Besuchern gerechnet.
Bei dem Treffen sollten auch die Unterschiede der amerikanischen Ureinwohner gefeiert werden, sagt Caleen Sisk, ein weiblicher Häuptling des Winnemen-Wintu-Stammes im Norden Kaliforniens. Aber es gehe auch darum Aufmerksamkeit zu schaffen. "Die Menschen wissen nicht, dass wir noch hier sind", sagt Sisk. "Wir leben noch immer und üben noch immer unsere traditionellen Bräuche aus."
Für Jason Whitehouse, einen der Zeremonienmeister der Ureinwohner, ist das Powwow eine Möglichkeit für jüngere Generationen die Stammesältesten zu treffen, ihre Geschichten zu hören und darüber zu sprechen, welche Fortschritte die amerikanischen Ureinwohner gemacht haben. In diesem Sinn sei das "Treffen der Nationen" noch genau so, wie vor zwei Jahrzehnten, als es begonnen habe, sagt Whitehouse. Dazu kämen natürlich auch die Vorführungen, die Eröffnungszeremonie und vier große Einmärsche. "Es ist ein wundervolles Spektakel."
Das Treffen markiert den Beginn der Powwow-Saison in den USA, am späten Samstagabend sollte es mit den Preisverleihungen und der Kür der Miss Indian World zum Abschluss kommen. (dapd)
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