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US-Amt misst Erschütterung der Stärke 4,2 in Nordkorea

DAPD

09.10.2006

Seoul - Das amerikanische Amt für geologische Beobachtungen hat in Nordkorea eine Erderschütterung der Stärke 4,2 auf der Moment-Magnitude registriert. Diese habe sich zum Zeitpunkt des von Pjöngjang gemeldeten Atomwaffentests ereignet, erklärte ein Sprecher des Instituts in Colorado am Montag. Vorerst sei es allerdings unmöglich zu bestätigen, ob es sich wirklich um einen unterirdischen Waffentest oder um ein Erdbeben gehandelt habe.

Zuvor hatte ein Beamter der südkoreanischen Behörde zur seismischen Überwachung der Region im AP-Gespräch erklärt, dass um den Zeitpunkt des möglichen Atomwaffentests eine Erderschütterung mit einer Stärke von 3,6 auf der Moment-Magnitude registriert worden sei.

Die Bekanntgabe Nordkoreas, den umstrittenen Test ausgeführt zu haben, löste in der Region unmittelbare Protest aus. Der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun wollte noch am Montag mit US-Präsident George W. Bush über die neue Lage sprechen. Regierungssprecher Yoon Tae Young erklärte, Südkorea werde diesen Test nicht tolerieren und eine scharf formulierte Antwort an Nordkorea senden. Die Regierung in Pjöngjang müsse sofort wieder dem Atomwaffensperrvertrag beitreten.

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe, der sich zu Gesprächen mit Roh in Seoul aufhielt, nannte den Test unverzeihlich, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Sein Kabinettssekretär Yasuhisa Shiozaki sagte auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Tokio, die Berichte Nordkoreas über einen erfolgreichen Atomwaffentest seien eine Provokation und eine ernsthafte Bedrohung der Stabilität in der Region.

(AP)

 

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