Wirtschaftsnachrichten - Aktuelle Nachrichten Wirtschaft – US-Bürger kaufen auch 2011 mehr Autos – Dee-Ann Durbin und Tom Krisher / AP
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Absatzplus US-Bürger kaufen auch 2011 mehr Autos

Dee-Ann Durbin und Tom Krisher / AP

04.01.2012

Chrysler 300 auf der Florida International Auto Show, in Miami. Zweites Wachstumsjahr in Folge – Autohersteller melden Absatzplus. Foto: AP Photo/Lynne Sladky
Chrysler 300 auf der Florida International Auto Show, in Miami. Zweites Wachstumsjahr in Folge – Autohersteller melden Absatzplus.

Foto: AP Photo/Lynne Sladky

Detroit – US-Bürger haben im vergangenen Jahr erneut mehr Autos als im Vorjahr gekauft. Nach dem Einbruch im Krisenjahr 2009 kann der US-Automarkt damit aller Voraussicht nach ein zweites Wachstumsjahr in Folge verbuchen – dank günstiger Verbraucherkredite und des in der Krise aufgelaufenen Nachfragestaus. Besonders in den letzten zwei Monaten des vergangenen Jahres zog die Nachfrage an - ein Trend, der sich nach Expertenmeinung auch 2012 fortsetzen könnte.

Zusammengenommen dürften in den USA laut Schätzungen im vergangenen Jahr 12,7 Millionen Pkw und Nutzfahrzeuge verkauft worden sein – deutlich mehr als 2010 mit 11,5 Millionen und als 2009. In dem Krisenjahr wurden mit 10,4 Millionen Autos so wenig Fahrzeuge abgesetzt wie seit 1982 nicht mehr. 2012 könnte die Zahl der verkauften Neuwagen bis auf 13,8 Millionen steigen.

Den Autoabsatz treibende Faktoren waren vor allem das niedrige Zinsniveau, leichterer Zugang zu Krediten und das mit durchschnittlich fast elf Jahren hohe Alter der Fahrzeuge auf Amerikas Straßen. Ein in den vergangenen Jahren gewachsenes Angebot an geräumigen und gut ausgestatteten kleineren Autos machte es den US-Kunden in Zeiten hoher Spritpreise außerdem einfacher, sich von ihren großen Spritfressern zu trennen.

Die Autohersteller Chrysler, Nissan, General Motors, Ford und Volkswagen haben ein starkes Absatzwachstum auf dem US-Markt gemeldet. Fiat-Tochter Chrysler legte im vergangenen Jahr um 26 Prozent zu auf 1,37 Millionen verkaufte Autos. Die Renault-Schwesterfirma Nissan verbuchte ein Verkaufsplus von 15 Prozent und brachte knapp über eine Million Autos an die Leute. Volkswagen steigerte den Absatz um 26 Prozent auf 324.400 Stück. General Motors verkaufte 13 und Ford 11 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr.

Beeindruckendes Comeback von Chrysler unter Fiat-Leitung

Chrysler profitierte von der guten Nachfrage nach seinen Geländewagen der Marke Wrangler und nach dem Kompaktwagen Chrysler 200. Damit legte Chrysler unter Fiat-Leitung ein beeindruckendes Comeback hin, nachdem der Hersteller wie auch GM noch 2009 mit Staatsmitteln gerettet werden musste.

Allein im Dezember verkaufte Chrysler im Jahresvergleich 37 Prozent mehr Fahrzeuge. GM legte im letzten Monat des Jahres 2011 um fünf Prozent zu, vor allem Dank der Nachfrage nach seinem Kompaktwagen Chevrolet Cruze und seinen Pickups. Ford steigerte seine Verkäufe im Dezember um zehn Prozent und Nissan um acht Prozent. Nissan hatte mit 1,042 Millionen Autos das beste Jahr seiner Geschichte in den USA.

Volkswagen legte in den USA mit 32.500 verkauften Autos und einem Plus von 36 Prozent den besten Dezemberwert seit 1972 hin. Im gesamten Jahr stieg der VW-Absatz um 26 Prozent auf 324.400 Stück, wie der Konzern in der US-Zentrale in Herndon mitteilte. Bestverkauftes Auto war der Jetta mit 177.000 Stück. Der Passat, für den VW eine eigene Fabrik in den USA gebaut hatte, kam auf knapp 23.000 Stück.

VW-Tochter Porsche legte im Gesamtjahr nach eigenen Angaben 14,6 Prozent auf 29.000 Stück zu. Erfolgreichstes Modell war der Geländewagen Cayenne mit 13.000 Einheiten.

(dapd)

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