Oaxaca - Bei einer Schießerei in der von Aufständischen besetzten mexikanischen Stadt Oaxaca ist ein Journalist aus den USA getötet worden. Der Reporter des Internet-Nachrichtendienstes indymedia.org wurde im Bauch getroffen und erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Außerdem wurden mehrere Menschen verletzt, wie ein Polizeibeamter mitteilte.
Die Schießerei begann, als bewaffnete Personen eine Straßensperre beseitigen wollten, die von den Aufständischen errichtet wurde. Unter den Verletzten ist auch ein Fotograf der mexikanischen Zeitung «Milenio». Auch vor dem Sitz der Staatsanwaltschaft von Oaxaca gab es ein Feuergefecht, dabei wurden drei Menschen verletzt.
Die Aufständischen verstärkten am Freitag ihre Straßensperren, nachdem die Lehrer des Bundeslands in einer Abstimmung ein Ende ihres vor fünf Monaten beschlossenen Streiks beschlossen hatten. Der Lehrerstreik war Ausgangspunkt eines allgemeinen Aufstands gegen die Regierung von Oaxaca, in dem mindestens fünf Menschen ums Leben kamen. Anhänger linksgerichteter und anarchistischer Gruppen haben in Oacaca Rundfunkgebäude und Zeitungsverlage besetzt sowie die Polizei aus der Stadt vertrieben. Ihre Hauptforderung ist die Ablösung des Gouverneurs Ulises Ruiz, was die Bundesregierung in Mexiko-Stadt abgelehnt hat.
(AP)
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