Aktuelle Nachrichten – International
28.04.2006
Washington - Der US-Kongress erwägt neue Steuern in Milliardenhöhe für die Ölkonzerne und Erleichterungen für die Bürger, um deren Ärger über die hohen Benzinpreise und die enormen Gewinne der Industrie zu dämpfen. Die Demokraten schlugen vor, für zwei Monate auf die staatliche Treibstoffsteuer zu verzichten, um die Preise an den Zapfsäulen zu senken. Nach Ansicht von Experten sind die tatsächlichen Möglichkeiten der Politik, Einfluss auf die Preise zu nehmen, eher gering.
Die Abgeordneten wollen aber mit Blick auf die Wahlen im November nicht untätig erscheinen und bemühten sich am Donnerstag deutlich zu machen, dass sie auf seiten der Autofahrer stehen. Zusätzlichen Druck liefern dabei die Quartalsergebnisse der Konzerne. So erzielte der weltgrößte Ölkonzern ExxonMobil von Januar bis März einen Gewinn 8,4 Milliarden Dollar (6,8 Milliarden Euro).
Im Kongress wird nun immer stärker daran gearbeitet, bisherige Steuererleichterungen für die Ölindustrie zu streichen. Damit könnte dann der vorgeschlagene vorübergehende Verzicht auf die staatliche Benzin- und Dieselsteuer ausgeglichen werden.
(AP)
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