Aktuelle Nachrichten – International
14.09.2012
Foto: © 2012 AP. Photographer: Carolyn Kaster/AP/dapd
Washington – Mit einer sehr persönlichen Rede hat US-Präsident Barack Obama auf dem Luftwaffenstützpunkt Andrews im US-Staat Maryland den vier in Libyen getöteten Botschaftsangehörigen seinen Respekt gezollt. Kurz zuvor waren die sterblichen Überreste des Botschafters Christopher Stevens sowie dreier Mitarbeiter am Freitag eingeflogen worden. Sie waren am Dienstag beim Angriff einer aufgebrachten Menge in der ostlibyschen Stadt Bengasi zu Tode gekommen.
Die Särge wurden in einem Transportflugzeug der US-Luftwaffe eingeflogen und in einem Hangar des Stützpunktes nahe der Hauptstadt Washington aufgebahrt. Präsident Barack Obama ergriff vor den mit Flaggen geschmückten Särgen in einer kurzen Rede das Wort und nannte die Getöteten Patrioten mit amerikanischen Idealen, die ihr Leben für andere gaben. Er umriss kurz ihr jeweiliges Lebenswerk. "Ihr Opfer soll nie vergessen werden. Wir werden diejenigen zur Verantwortung ziehen, die sie uns nahmen" sagte Obama zum Abschluss seiner Ansprache.
Zuvor sprach auch US-Außenministerin Hillary Clinton, deren Stimme zeitweilig stockte. Sie sagte die Menschen in Ägypten, Tunesien, Libyen und dem Jemen, wo es diese Woche zu gewalttätigen, antiamerikanischen Protesten wegen eines islamfeindlichen Films eines US-Regisseur kam, sollte nicht die "Tyrannei der Diktatur, gegen die Tyrannei des Mobs" eintauschen. Sie spielte damit auf die politischen Umwälzungen des Arabischen Frühlings an. Nach der Ansprache von Obama schien Clinton mit den Tränen zu kämpfen.
Früher am Tag traf Obama mit Vizepräsident Joe Biden die Familien der getöteten Diplomaten. Auch Clinton und US-Verteidigungsminister Leon Panetta zollten den Angehörigen vor der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt ihren Respekt.
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