Aktuelle Nachrichten – International
29.08.2012
Foto: © 2012 AP. Photographer: J. Scott Applewhite/AP/dapd
Tampa – Der Republikaner Mitt Romney ist nun offiziell der Herausforderer von US-Präsident Barack Obama. Die Partei kürte den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts am Dienstagabend (Ortszeit) auf ihrem Parteitag in Tampa in Florida zum Kandidaten für die Präsidentenwahl Anfang November. Die große Mehrheit der mehr als 2.000 Delegierten stimmte für Romney. Dieser will die Nominierung am Donnerstag in einer Rede offiziell annehmen. Am Dienstagabend will seine Frau Ann sprechen. Romneys designierter Stellvertreter Paul Ryan will sich am Mittwoch an die Delegierten wenden.
Angesichts des herannahenden Hurrikans "Isaac" war der Parteitag am Montag zwar eröffnet, aber nach wenigen Minuten auf Dienstag vertagt worden. "Isaac" sollte voraussichtlich noch im Laufe des Tages die Golfküste der USA als Hurrikan erreichen.
Mit der Ernennung Romneys zu ihrem Kandidaten eröffneten die US-Republikaner formell das Kopf-an-Kopf-Rennen um das Weiße Haus. Die Republikaner wollen die öffentliche Aufmerksamkeit nutzen, um ihre Parteibasis zu mobilisieren, unentschlossene Wähler zu gewinnen und ihrem Kandidaten, der vielen abgehoben erscheint, ein menschliches Gesicht zu verleihen. Dafür haben die Parteistrategen seiner Frau eine besondere Rolle zugedacht. Ann Romney soll in ihrer Rede ein persönliches Bild von ihrem Mann zeichnen und zeigen, dass mehr in ihm steckt als bloß ein erfolgreicher Geschäftsmann und früherer Gouverneur.
Die sogenannten National Conventions, wie die Parteitage der Republikaner und Demokraten in den USA genannt werden, zählen zu den am aufmerksamsten verfolgten Ereignissen während des gesamten Präsidentschaftswahlkampfs. Sie bieten Kandidaten die Möglichkeit, ihre Standpunkte vor Millionen Fernsehzuschauern zu präsentieren. Für Romney ist der Parteitag vor allem eine Möglichkeit, den rechten Flügel der Partei für sich zu gewinnen, dem er als zu liberal gilt.
Der Nominierungsparteitag der Demokraten ist in der kommenden Woche in Charlotte im US-Staat North Carolina.
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