Unternehmen – US-Spielzeugbahnhersteller Lionel will Märklin kaufen – DAPD
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Wieder schwarze Zahlen US-Spielzeugbahnhersteller Lionel will Märklin kaufen

DAPD

15.01.2010

Berlin/München (apn) Der amerikanische Spielzeugbahnhersteller Lionel will den insolventen deutschen Branchenführer Märklin kaufen. Zu entsprechenden Berichten mehrerer Medien nahm eine Sprecherin des Insolvenzverwalters Michael Pluta am Freitag nicht direkt Stellung. Aus dem Märklin-Umfeld gab es allerdings von mehreren Quellen Hinweise, dass es direkte Kontakte zwischen der Märklin-Geschäftsführung und dem amerikanischen Unternehmen gegeben habe.

Die Sprecherin des Insolvenzverwalters betonte, ein eventueller Käufer müsse das Unternehmen „mit Herzblut“ weiterführen und den Fortbestand der Märklin-Produktionsstandorte Göppingen und Györ in Ungarn garantieren.

Märklin hatte am Dienstag bekanntgegeben, erstmals seit Jahren wieder schwarze Zahlen zu schreiben. „Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen liegt deutlich im positiven Bereich“, hatte Pluta erklärt. Das Unternehmen hatte vor knapp einem Jahr Insolvenz angemeldet; in der Folge waren mehr als 400 Mitarbeiter entlassen und ein Werk in Nürnberg geschlossen worden. In Göppingen arbeiten derzeit knapp 500 Menschen für Märklin.

„Zu Verhandlungen mit Interessenten sagen wir grundsätzlich nichts“, erklärte die Sprecherin des Insolvenzverwalters, Gabriele Wunnenberg, in München. Aus dem Märklin-Umfeld war indes von Befürchtungen die Rede, dass Lionel die beiden verbliebenen europäischen Produktionsstandorte schließen und die Fertigung vollständig nach China auslagern wolle, wo derzeit Lionel-, aber auch ein Teil der Märklin-Produkte hergestellt werden.

Dazu erklärte Pluta am Freitag der DAPD: „Wir geben den Standort Deutschland nicht auf für einen schnellen Erfolg.“ (AP)

 

 

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