Aktuelle Nachrichten – International
11.01.2010
Seoul (apn) Die USA haben die Menschenrechtslage in Nordkorea scharf kritisiert und die Freilassung eines kürzlich inhaftierten Amerikaners verlangt. Verbesserte Beziehungen zwischen beiden Staaten werde es nur geben, wenn Nordkorea die Menschenrechte mehr als bisher respektiere, sagte der Sondergesandte von US-Präsident Barack Obama zur Menschenrechtslage in Nordkorea, Robert King, am Montag in Seoul.
Nordkorea sei „einer der schlimmsten Orte in Bezug auf die Missachtung von Menschenrechten“, sagte King und fügte hinzu: „Die Situation ist schrecklich.“ Nach Gesprächen mit südkoreanischen Regierungsmitgliedern forderte King Nordkorea zur Freilassung eines im Dezember inhaftierten Amerikaners auf. Dabei handelt es sich vermutlich um den Missionar Robert Park, der über einen gefrorenen Fluss nach Nordkorea gelangte, um gegen Menschenrechtsverletzungen zu protestieren. Nach südkoreanischen Angaben gibt es in Nordkorea 154.000 politische Gefangene.
Nordkorea machte unterdessen eine Verbesserung der Beziehungen zu den USA und ein Ende der Sanktionen zur Bedingung für eine Wiederaufnahme der internationalen Verhandlungen über sein Atomprogramm. Vertrauensbildende Maßnahmen zwischen Pjöngjang und Washington seien nötig, um die Sechs-Parteien-Gespräche wieder in Gang zu bringen, erklärte das Außenministerium am Montag. Außerdem schlug der Norden Friedensgespräche vor, um den Koreakrieg offiziell zu beenden. Der Krieg endete 1953 lediglich mit einem Waffenstillstand, der von Nordkorea, den USA und China, nicht aber von Südkorea unterzeichnet wurde. (AP)
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