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Rom - Normalisierung der Beziehungen zu China und Wiederaufnahme des diplomatischen Kontaktes mit China war der Mittelpunkt des seit Freitag in Vatikan stattfindenden zweitägigen Sondergipfels zur Lage der katholischen Kirche in China. Das zweitägige Treffen stand unter der Leitung von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone. Teilgenommen hatten die Bischöfe aus Hong Kong - also Kardinal Zen, aus Macao und Taiwan, sowie die zuständigen Beobachter des Vatikans.
Bei den zweitägigen Gesprächen hatten die Teilnehmer ihren Willen bekundet, weiterhin "einen respektvollen und konstruktiven Dialog" mit den Regierungsbehörden zu führen, um die Spannungen der Vergangenheit zu überwinden. Sie wollten sich auf verschiedenen Ebenen für eine "Normalisierung der Beziehungen" einsetzen, um gemeinsam für das Wohl des chinesischen Volkes und des Friedens in der Welt zu arbeiten.
"Im Licht der schwierigen Geschichte der Kirche in China und der wichtigsten Ereignisse der vergangenen Jahre" habe man die besonders ernsten und dringendsten kirchlichen Probleme unter die Lupe genommen. Die Lösungen müssten in Übereinstimmung "mit den grundlegenden Prinzipien der göttlichen Verfassung der Kirche und der Religionsfreiheit" gefunden werden.
Laut Medienberichten in den vergangenen Monaten wurden mehrere Priester und Bischöfe in China festgenommen. Die römisch-katholische Kirche ist dort im Untergrund aktiv, während die Regierung in Peking eine vom Papst distanzierte katholische Kirche anerkennt. Laut Informationen des Vereins China Aid wurde die Untergrundkirche in China in der letzen Zeit verstäkt unterdrückt. Die Religiongsversammlungen wurden als illegale Versammlung aufgelöst und Mitglieder wurden verhaftet. Im letzten Jahr hatten die chinesischen Staatskirche mehre Bischöfe ohne Zustimmung von Papst eingesetzt. Dies hat die Bestrebungen zur Aufnahme formeller Beziehungen zwischen China und Vatikan besonders belastet.
Papst Benedikt XVI., der das Treffen in Rom einberufen hatte, nahm selbst nicht teil. Er will sich aber in einem Brief an die Katholiken in China wenden, wie der Vatikan mitteilte. Wann das Schreiben veröffentlicht werden soll, stand aber zunächst noch nicht fest. Die dem Vatikan nahe stehende Nachrichtenagentur Asia News meldete, dass der Papst vermutlich bestimmte Problempunkte direkt ansprechen werde. Dazu zählt etwa die Ordination von Bischöfen in der staatlich anerkannten katholischen Kirche in China.
Der Vatikan bemüht sich seit längerem um die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Er beharrt aber auf sein alleiniges Recht zur Ernennung von Bischöfen. China wiederum sieht dies als Einmischung in seine inneren Angelegenheiten. Die Beziehungen zwischen Peking und dem Vatikan zerbrachen 1951 nach der Machtübernahme der Kommunisten.
(AP/DNE)
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