Caracas – Die Bevölkerung von Venezuela wird seit Montag auf eine Währungsumstellung vorbereitet, mit der die Regierung die Inflation eindämmen will. Ab 1. Januar 2008 gilt in Venezuela als neue Währung der „Bolivar Fuerte“ (Starker Bolivar). Dabei werden drei Nullen der alten Währung gestrichen, so dass ein neuer Bolivar dem Wert von 1.000 alten Bolivar entspricht. Ab Montag müssen die Geschäfte neben dem aktuellen Preis auch den entsprechenden Wert in der neuen Währung angeben.
Finanzminister Rodrigo Cabezas sagte auf einer Pressekonferenz, dass die Währungsumstellung die Preise stabilisieren werde. Kritiker wenden jedoch ein, dass die Umstellung allenfalls symbolische Bedeutung habe. So ist der Bolivar mit einem Kurs von gegenwärtig 2,150 an den US-Dollar gebunden. Auf dem Schwarzen Markt aber wird für den Dollar mehr als doppelt so viel gezahlt.
Der Bolivar Fuerte ist der jüngste Schritt von Präsident Hugo Chavez zur Umgestaltung des Landes in Richtung eines sozialistischen Staates. Er hat unter anderem bereits das Staatswappen geändert, die Flagge und den Landesnamen. So heißt Venezuela jetzt offiziell Bolivarische Republik Venezuela, in Anlehnung an den lateinamerikanischen Unabhängigkeitskämpfer Simon Bolivar. (AP)
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