Frankfurt/Main – Die Gewerkschaft ver.di hat der Telekom mit Streiks zur laufen Tarifrunde gedroht. Verhandlungsführer Lothar Schröder forderte den Konzernvorstand in der „Frankfurter Rundschau“ auf, seine bisherigen Vorschläge über die Bedingungen einer Auslagerung von 50.000 Beschäftigten zurückzuziehen und mit ver.di vorurteilsfrei über einen Auslagerungsschutz für die Beschäftigten zu reden. Wenn es keine Einigung gebe, „werden wir in die Urabstimmung über einen Streik gehen“, wird Schröder zitiert.
Der Vorstand des Konzerns will die Beschäftigten in neue Servicegesellschaften versetzen und ihre Gehälter binnen drei Jahren um zwölf Prozent kürzen. Gleichzeitig soll aber der eigentlich 2008 auslaufende Kündigungsschutz bis 2010 verlängert werden. Schröder argumentierte, dass die Einbußen der Betroffenen über zwölf Prozent hinausgingen, wenn man alle Komponenten einschließlich der geplanten Arbeitszeitverlängerung hineinrechne. Dann könnte beispielsweise ein Servicemonteur ein Viertel seines Gehaltes verlieren.
Die Verhandlungen sollen am Dienstag fortgesetzt werden. „Ob dabei eine Einigung erzielt werden kann, ist ungewiss“, sagte der Gewerkschafter. Wenn nicht, werde ver.di die Urabstimmung über einen Streik ansetzen. (AP)
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