Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft
09.08.2010
Baden-Baden (apn) Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane hat sich gegen eine mögliche Zusammenlegung der Warenhausketten Karstadt und Kaufhof ausgesprochen. „Ein Zusammenfügen von Kaufhof und Karstadt würde im zweistelligen Bereich Arbeitsplätze kosten und zwar Arbeitsplätze, die in der Regel ordentliche Arbeitsplätze sind, die tarifgebunden sind“, sagte Mönig-Raane am Montag im Sender SWR2.
Die einzigen, die dadurch einen Vorteil erhielten, seien Anleger, die eventuell eine bessere Rendite machten. „Den Preis zahlen die Beschäftigten und letztlich auch die Kunden, weil es heißt, dass Metro keinesfalls alle Karstadt-Häuser übernehmen würde und auch nicht alle Kaufhöfe offen lassen würde“, fügte die stellvertretende ver.di-Chefin hinzu.
Eckhard Cordes, der Chef des Handelskonzerns Metro, zu dem auch Kaufhof gehört, hatte am Wochenende angekündigt, den Kampf um Karstadt fortführen zu wollen. Er sei weiterhin an der Warenhauskette interessiert, um sie mit Metros Kaufhausmarke Kaufhof zusammenzulegen, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Eine gute Lösung ist der Zusammenschluss von Kaufhof und Karstadt. Die Marktanteile der Warenhäuser am deutschen Einzelhandel sinken seit Jahren, der Markt ist nicht groß genug für zwei“, sagte Cordes.
Schon vor der Insolvenz von Karstadt im Juni 2009 hatte Metro versucht, die besten Standorte des Essener Konkurrenten zu übernehmen. (AP)
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