Aktuelle Nachrichten – Kultur
20.02.2012
Foto: Gerd Altmann/ Pixelio
Dortmund – Der Verein Deutsche Sprache (VDS) beklagt den Bedeutungsverlust der deutschen Sprache als Kultur- und Wissenschaftssprache. "Wir können nicht erwarten, dass andere unsere Sprache ernst nehmen, wenn wir sie selbst mit Füßen treten", sagte der VDS-Vorsitzende Walter Krämer am Montag anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache am Dienstag (21. Februar).
In immer mehr Lebensbereichen werde das Deutsche vom Englischen verdrängt. "Die deutsche Sprache leidet unter einer extremen Illoyalität vieler ihrer Sprecher", sagte Krämer. Wenn deutsche Wirtschaftsführer oder sonstige Prominente im Ausland aus dem Flugzeug stiegen, sprächen sie in aller Regel sofort Englisch. „Wir können nicht erwarten, dass andere unsere Sprache ernst nehmen, wenn wir sie selbst mit Füßen treten", so Krämer. Das Deutsche sei zwar nicht wie 3.000 andere Sprachen vom vollständigen Aussterben bedroht, verliere aber zusehends seine Tauglichkeit zum Beschreiben der Welt des 21. Jahrhunderts.
Der VDS fordere daher deutsche Muttersprachler auf, sich wieder stärker auf die Ausdrucksmöglichkeiten der eigenen Sprache zu besinnen. Der Tag der Muttersprache wurde von der UNESCO erstmals im Jahr 2000 ausgerufen.
(dapd)
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