Wohnen - Aktuelle Nachrichten – Verhaltensänderung ist bares Geld wert – Daniel Rademacher
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Wohnen

Verhaltensänderung ist bares Geld wert

Daniel Rademacher

19.09.2007

Frankfurt/Main – Die Welle von Strompreiserhöhungen macht vielen Verbrauchern zu schaffen. Dabei muss man nicht erst auf ein hartes Durchgreifen der Politik warten, um eine niedrigere Stromrechnung im Briefkasten zu haben. Auch eine Veränderung der eigenen Gewohnheiten kann den Geldbeutel und zugleich das Klima schonen.

Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) rät dazu, herkömmliche Glühlampen im Haushalt durch Energiesparlampen zu ersetzen. Denn so könnten bis zu 80 Prozent des bisherigen Energieverbrauchs gespart werden. Laut Dena ist das Beleuchten der Wohnung im Schnitt genauso teuer wie Kochen und Baden. Denn die am häufigsten verwendeten Glühlampen wandeln nur etwa fünf bis zehn Prozent der eingesetzten Energie in Licht um, den Rest aber in Wärme.

Elektrogeräte sollten direkt am Netzschalter ausgeschaltet und nicht im Stand-by-Modus gehalten werden. Wo es keinen Aus-Knopf am Gerät gibt, ist man am besten beraten, gleich den Netzstecker zu ziehen. Außerdem lohnt es sich, vor dem Gerätekauf genau hinzusehen und sich die Daten für den Energieverbrauch in den Produktunterlagen anzuschauen. Beim Kauf von Großgeräten wie Kühlschrank, Waschmaschine oder Kühl- und Gefriergeräten kann man die Energieeffizienz am EU-Label ablesen.

Bei Ladegeräten fürs Handy, den Laptop oder die Digitalkamera sollte man gleich nach dem Aufladen den Netzstecker wieder ziehen. Steckerleisten mit einem Schalter haben den Vorteil, dass alle angeschlossenen Geräte vom Stromnetz getrennt werden können.

Auch in der Küche gibt es großes Sparpotenzial: So genügt im Kühlschrank meist eine Temperatur von sechs Grad. Jedes Grad weniger kostet nach Angaben des Bundesumweltministeriums rund zehn Prozent mehr Energie. Außerdem muss der Gefrierschrank regelmäßig abgetaut werden, weil eine dicke Eisschicht den Stromverbrauch erhöht.

Geschirrspüler und Waschmaschine sollten immer voll beladen werden. Kochwäsche muss nicht bei 90 Grad gewaschen werden, 60 Grad reichen in der Regel aus. Außerdem sollte man Sparprogramme verwenden und auf den Vorwaschgang möglichst verzichten.

Über Wechsel des Anbieters nachdenken

Darüber hinaus können Stromkunden den immer weiter steigenden Tarifen auch mit einem Anbieterwechsel trotzen. Grundsätzlich empfiehlt sich zunächst eine Bestandsaufnahme: Dazu benötigt man den Jahresstromverbrauch, für den der Wert der letzten Stromabrechnung als Richtwert abgelesen werden kann. Anschließend sollte man zunächst den bisherigen Anbieter ansprechen und nach günstigeren Tarifen fragen. Mitunter ist damit das Problem schon gelöst. Zeigt sich der Anbieter unerbittlich, empfehlen die Verbraucherschützer auf jeden Fall einen Wechsel. Angebote alternativer Anbieter kann man über verschiedene Suchmaschinen einholen wie verivox.de, billig-strom.de oder stromtarife.de.

Richtgrößen sind der vom Verbrauch unabhängige Grundpreis pro Monat oder Jahr sowie der Verbrauchs- oder Arbeitspreis mit dem tatsächlichen Energieverbrauch in Cent pro Kilowattstunde. Ist der Entschluss gefallen, übernimmt der neue Versorger mit einer entsprechenden Vollmacht in der Regel alle anfallenden Formalitäten. Er regelt mit dem alten Anbieter den Datenaustausch, die Zählerablesung und leitet die Kündigung in die Wege.

Besondere Vorsicht gilt nach Ansicht der Verbraucherschützer bei der Laufzeit und der Kündigungsfrist: In keinem Fall sollte man sich länger als ein Jahr binden. Bei der Kündigungsfrist ist ein Monat angemessen. Außerdem sollte der Kunde auch überprüfen, ob alle Preisbestandteile genau aufgeführt sind. Vorsicht sei dann geboten, wenn Anbieter die Zahlung im Voraus verlangten. Denn bei einer Insolvenz sei das Geld in aller Regel verloren.

http://www.thema-energie.de

http://www.bmu.de/energieeffizienz

http://www.verbraucherzentrale.de/stromwechsel (AP)

 

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