Umwelt – Verhandlungen zu Walfangquoten offenbar gescheitert – DAPD
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Drei Jahre Diskussionen Verhandlungen zu Walfangquoten offenbar gescheitert

DAPD

23.06.2010

„Nach fast drei Jahren Diskussionen scheint es so, als steckten die Verhandlungen in einer Sackgasse“, sagte die US-Delegierte Monica Medina.  Foto: Australian Customs Service,HO/AP Photo
„Nach fast drei Jahren Diskussionen scheint es so, als steckten die Verhandlungen in einer Sackgasse“, sagte die US-Delegierte Monica Medina.

Foto: Australian Customs Service,HO/AP Photo

Agadir (apn) Die Mitglieder der Internationalen Walfangkommission haben sich bis Mittwoch nicht auf die Einführung von Fangquoten geeinigt. Der Vorsitzende Anthony Liverpool sagte, die Positionen der teilnehmenden Länder lägen sehr weit auseinander. „Nach fast drei Jahren Diskussionen scheint es so, als steckten die Verhandlungen in einer Sackgasse“, sagte die US-Delegierte Monica Medina. Ursprünglich war geplant, die Gespräche noch bis Freitag fortzuführen. Ob es dazu kommt, schien zunächst fraglich.

Die Vertreter der 88 Teilnehmerstaaten berieten zwei Tage lang in der marokkanischen Stadt Agadir über einen Kompromiss zwischen Ländern, die Walfang betreiben, und denen, die Wale strikt schützen wollen. Die Walfangnationen Japan, Norwegen und Island, die bereits Ausnahmen für sich in Anspruch genommen haben, wollten eine Lockerung des Verbots des kommerziellen Walfangs erreichen. Im Gegenzug hatten sie angeboten, niedrigere Fangquoten zu akzeptieren.

Die japanische Walfangbeauftragte Yasue Funayama wies den Walfanggegnern die Schuld am Scheitern der Verhandlungen zu. Ihr Land habe weitgehende Zugeständnisse angeboten, um einen Kompromiss zu erzielen, sagte sie. Aber es gebe Länder, die sich gegen das Töten auch nur eines einzigen Tieres sperrten. Japan, Norwegen und Island töten jährlich rund 1.500 Wale.

Die Walschützernationen wollten japanische Fischzüge in die Walschutzgebiete im Ozean rund um die Antarktis und den internationalen Handel mit Walfleisch zu verbieten. Außerdem forderten sie feste Fangquoten für die Dauer von zehn Jahren. Der neuseeländische Beauftragte Geoffrey Palmer schlug am Mittwoch eine einjährige Pause der Verhandlungen vor, damit jeder wieder einen kühlen Kopf bekommen könne. (AP)

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