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Ambrosia Vermehrt Allergien gegen Traubenkraut

Epoch Times Deutschland

19.02.2006

Beifüßiges Traubenkraut - Ragweed - Ambrosia    (Wikimedia Commons/GNU Freie Lizenz)
Beifüßiges Traubenkraut - Ragweed - Ambrosia (Wikimedia Commons/GNU Freie Lizenz)
Blühendes Traubenkraut     (Wikimedia Commons/GNU Freie Lizenz)
Blühendes Traubenkraut (Wikimedia Commons/GNU Freie Lizenz)

Hamburg - Das aus Amerika eingeschleppte Traubenkraut sollte nach Ansicht von Experten künftig beim Standard-Allergietest berücksichtigt werden. In Regionen Italiens oder Frankreichs, in denen das so genannte Ragweed besonders gedeiht, leiden bereits bis zu zwölf Prozent der Bevölkerung an einer Allergie, wie die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie berichtet. Auch aus der Schweiz seien kürzlich steigende Erkrankungszahlen gemeldet worden.

«Ragweed wird auch in Deutschland zum Problem werden, zunächst vor allem in den östlichen Bundesländern», betont der Biologe Siegfried Jäger vom Universitätsklinikum Wien. Nachdem das Traubenkraut lange Zeit vor allem im Karpaten-Becken, in einigen Regionen Norditaliens und im Rhone-Tal gediehen sei, wandere es allmählich immer weiter Richtung Mitteleuropa. Ein Grund dafür scheine die Klimaerwärmung zu sein. Vor allem die verlängerte Wachstumsperiode durch die gehäuften warmen Spätsommer komme dem Ragweed zugute.

Ein weiterer Newcomer unter den Allergieverursachern scheinen den Allergologen zufolge die Eschen zu werden. Hohe Konzentrationen von Eschenpollen, die zu allergischen Beschwerden führen könnten, seien früher fast ausschließlich in der Schweiz aufgetreten. Erst in den vergangenen Jahren würden sie auch in den Nachbarländern beobachtet. Ein möglicher Grund sei wiederum der Klimawandel: Wenn es wärmer werde, gediehen die Bäume besser und produzierten mehr Pollen.

Auch die Reiselust trage eine Mitschuld, erklärten die Experten: Wer zur Olivenblüte im Mai oder Juni am Mittelmeer Urlaub mache, entwickle eventuell eine Überempfindlichkeit gegen Olivenpollen. Weil sich Oliven- und Eschenpollen stark ähnelten, könnten die Betroffenen dann im nächsten Jahr auf die Eschenpollen zuhause allergisch reagieren.

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