Aktuelle Nachrichten – Sport
08.05.2011
Foto: AP Photo/Luca Bruno
Istanbul – Ein Jahr nach seinem Crash mit dem Teamkollegen Mark Webber feierte Sebastian Vettel diesmal in der Türkei seinen dritten Sieg im vierten Saisonrennen. Nach dem Rennen äußerte er sich über seine Taktik, die Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung und den Muttertag. dapd hat die Antworten aufgezeichnet.
Frage: Sie scheinen in der Formel 1 wieder alles unter Kontrolle zu haben...
Vettel: Ja, es hat alles gepasst, von vorn bis hinten. Ich bin überglücklich. Es war ein ziemlich ruhiges Rennen für mich. Ich hatte einen guten Start, konnte schnell einen kleinen Abstand zu meinen Konkurrenten herausfahren. Und dann konnte ich darauf reagieren, was meine Gegner tun. Das hat mein Leben einfacher gemacht. Es war die richtige Antwort nach dem verpatzten Freitag mit meinem Unfall. Ich bedanke mich nochmal bei meinen Mechanikern, die Extrastunden wegen mir schieben mussten.
Frage: Haben sie bei den vielen Boxenstopps noch den Durchblick behalten?
Vettel: Wir hatten vor dem Rennen eine Idee über die Zahl der Boxenstopps, aber man musste im Rennen schauen, wie der Trend ist. Ich hätte am Ende auch mit meinem vorletzten Reifensatz locker durchfahren können. Aber die Konkurrenz hat auch noch einmal gestoppt. Und es kann ja in einem Rennen immer viel passieren, also haben wir auch gewechselt. Das war richtig. Wir haben seit China definitiv einen Schritt nach vorn gemacht und unsere Lektion nach meinem zweiten Platz da gelernt.
Frage: In der WM haben Sie jetzt schon einen gewaltigen Vorsprung. Denkt man da schon mal an die erfolgreiche Titelverteidigung?
Vettel: Statistisch war das sicher mein bester Saisonstart, ich kann mich nicht beschweren. Es ist gut, wenn du jedes Rennen so viele Punkte machst. Natürlich hilft so ein guter Start, aber es ist noch ein langer Weg zu gehen. Es sind erst 4 von 19 Rennen gefahren, da kann man sich ausrechnen, wie viele Punkte noch zu vergeben sind. Wir müssen weiter pushen. Der Tag, an dem du glaubst, unschlagbar zu sein, ist der Tag, an dem du geschlagen wirst.
Frage: Hatten Sie den Unfall im vergangenen Jahr mit ihrem Teamkollegen Mark Webber noch im Kopf?
Vettel: Seitdem ist viel Zeit vergangen. Wir haben beide daraus gelernt. Ich will aber an der Stelle noch die Gelegenheit nutzen, meine Mutter und Großmutter am Muttertag zu grüßen. Ich grüße generell alle Mütter in Deutschland und der Welt. Ihr könnt heute mit uns anstoßen.(dapd)
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