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West Virginia Universität Viel oder wenig Schlaf begünstigt Herzerkrankungen

DAPD

06.08.2010

New York (apn) Wenig Schlaf macht Menschen bekanntlich anfälliger für Herzbeschwerden. Aber auch wer besonders viel Zeit im Bett verbringt, neigt einer US-Studie zufolge verstärkt zu solchen Erkrankungen. Das optimale Schlafpensum liegt demnach bei täglich etwa sieben Stunden.

Die Mediziner der West Virginia Universität in Morgantown untersuchten mehr als 30.000 Erwachsenen, von denen rund 2.150 an Herz-Kreislauf-Erkrankungen litten. Als optimale Schlafdauer ermittelten die Forscher sieben Stunden. Bei jenen fünf Prozent der Teilnehmer, die pro Tag nur maximal fünf Stunden schliefen, war das Risiko für derartige Leiden im Vergleich dazu um mehr als das Doppelte erhöht. Aber ebenfalls gefährdet waren jene neun Prozent, deren Pensum mindestens neun Stunden betrug: Ihre Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Probleme war um fast 60 Prozent gesteigert, wie die Forscher im Fachblatt „Sleep“ schreiben. Andere Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Gewicht, Sport oder Erkrankungen wurden bei der Analyse berücksichtigt.

„Eine ungewöhnliche Schlafdauer beeinträchtigt die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems“, sagt der Experte Anoop Shankar. „Schlafstörungen können auch bei scheinbar gesunden Menschen ein Risikofaktor sein.“ Er erklärt die Gefährdung damit, dass wenig Schlaf etwa die Glukosetoleranz, die Insulin-Sensitivität oder den Blutdruck beeinflusst und so zu Arteriosklerose beiträgt. Ein hohes Schlafbedürfnis könnte dagegen auf schlafbezogene Atemstörungen oder eine geringe Schlafqualität hindeuten.

(Quelle: „Sleep“, Vol. 33, S. 1037-1042) (AP)

 

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