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Unfallserie Viele Verletzte bei Massenkarambolagen in Bayern

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12.03.2010

München (apn) Dichter Nebel und glatte Straßen haben in Süddeutschland mehrere Massenkarambolagen ausgelöst, bei denen am Freitag Dutzende Menschen verletzt wurden. In der Nähe von Nördlingen starb ein Rollerfahrer, der zwischen zusammenstoßende Fahrzeuge geriet. Dutzende Pkw und Laster waren zudem an der größten Karambolage in der Nähe von Augsburg beteiligt. Allein dort gab es etwa 80 Verletzte, wie die Polizei mitteilte.

Zeugenaussagen zufolge herrschte auf der A8 in der Nähe von Augsburg am Freitagmorgen eine Sichtweite von unter 20 Metern. Bei dem Massenunfall zählte die Polizei 21 beschädigte Laster und 37 beschädigte Personenwagen. Insgesamt versorgten die Rettungskräfte 179 Personen, wie Polizeisprecher Robert Göppel sagte. Davon erlitten 60 leichtere Blessuren. Weitere 19 wurden ins Krankenhaus gebracht. Allerdings wurde laut Polizei nur ein Lkw-Fahrer mittelschwer verletzt. Auf der gesamten Unfallstrecke standen etwa 200 Autos kreuz und quer.

Die Bergungsarbeiten dauerten bis in den Nachmittag. Auch auf den Umleitungsstrecken kam es im Wochenendverkehr zu langen Staus. Die Fahrtspuren Richtung München waren rund neun Stunden lang gesperrt. In der Gegenrichtung kam es zu Unfällen wegen Gaffern und ebenfalls zu Sperrungen und Staus. Der Schaden geht nach Polizeiangaben in die Millionen.

Rollerfahrer kam zwischen zusammenstoßenden Fahrzeuge

Bei einer weiteren Karambolage im Grenzgebiet zwischen Bayern und Baden-Württemberg in der Nähe von Nördlingen wurden ein Mensch getötet, zwei Menschen wurden schwer verletzt. An der Unfallserie waren nach Polizeiangaben rund 15 Fahrzeuge beteiligt.

Nachdem ein Lkw auf glatter Straße in den Graben fuhr, hielten zwei weitere Laster an, vermutlich um zu helfen, wie die Polizeiinspektion Nördlingen erklärte. Weitere Fahrzeuge fuhren dann in die stehenden Autos. An der Unfallstelle war es glatt und neblig. Der tödlich Verunglückte fuhr einen Roller und geriet nach ersten Erkenntnissen zwischen die zusammenstoßenden Fahrzeuge.

In Niederbayern wurden zudem am Freitagmorgen bei einer Unfallserie 15 Personen verletzt, sieben davon schwer. Auf der Kreisstraße zwischen Hunderdorf und Hermannsdorf kam es auf einer Strecke von 300 Metern zu vier Unfällen, an denen 34 Fahrzeuge beteiligt waren, wie das Polizeipräsidium Niederbayern erklärte. Alle Verletzen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Spiegelglatte Straßen

An der Unfallstelle in der Nähe der Donau sei es spiegelglatt gewesen, sagte Polizeisprecher Klaus Pickel. Zudem gab es Nebel. Die Straße liege leicht erhöht, einige Autos seien die Böschung hinuntergefahren, andere zusammengestoßen oder gegen Leitplanken und Verkehrszeichen geprallt. „Es hat übel ausgesehen“, sagte der Polizeisprecher. Es sei ein Wunder, dass es nicht mehr Verletzte gegeben habe.

Neben den Massenkarambolagen kam es in weiten Teilen Bayerns auch zu zahlreichen anderen Unfällen auf glatten Fahrbahnen. Unter anderem wurde ein 24-Jähriger im Landkreis Cham getötet, als er aus seinem in den Graben gerutschten Auto ausstieg und von einem anderen Auto erfasst wurde. In der Nähe von Ingolstadt starb ein 42-Jähriger bei einem Unfall bei winterlichen Straßenverhältnissen. (AP)

 

 

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