Foto: dapd/Paul Zinken
Berlin – Inszenierungen aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Europa zeigt das neue Berliner Theaterfestival "Foreign Affairs" ab Freitag (28. September). 19 Künstler aus aller Welt präsentieren vier Wochen lang ihre Werke, wie die Berliner Festspiele als Veranstalter am Dienstag mitteilten. Eröffnet wird "Foreign Affairs" mit einer großen Bühnenproduktion des argentinischen Regisseurs Federico Leon, an der 120 Darsteller beteiligt sind. Thematisiert wird in "Las Multitudes" der Generationenkonflikt.
"Foreign Affairs" ist das Nachfolgefestival von "spielzeiteuropa". Aus Deutschland ist Fabian Hinrichs dabei, der mit "Die Zeit schlägt Dich tot" seine erste große Soloarbeit in Eigenregie zeigt. Er setzt sich mit Fragen auseinander, die sich Teenager stellen. Der Südafrikaner Brett Bailey reflektiert in seiner begehbaren Installation "Exhibit B" die im 19. und 20. Jahrhundert in der westlichen Welt beliebten Völkerschauen.
Die künstlerische Leiterin Frie Leysen sagte in einem dapd-Interview, es sei ein Festival starker, junger Persönlichkeiten. Die eingeladenen Künstler guckten auf jeweils eigene Weise auf die Welt und entwickelten daraus eine Vision.
Leysen betonte, es werde kein düsteres Festival, "denn die Künstler nutzen Poesie, Humor und kräftige Bilder". Ein Motto gebe es nicht. "Wir sind eher wie eine Antenne. Wir versuchen herauszufinden, was die Künstler beschäftigt, was sie beunruhigt oder wütend oder froh macht", erklärte Leysen. Das Festival sei politisch, da Kunst "eine Reflexion über unsere Gesellschaft und unsere Zeit" sei.
Die eingeladenen Künstler habe sie auf ihren Reisen durch die Welt kennengelernt. Da habe sie geguckt, "was Künstler in der ganzen Welt in ihrem Biotop machen, und ob es man es nach Berlin bringen kann". Wenn ihr etwas gefalle, führe sie viele Diskussionen mit den Künstlern, um ihre Haltung zu verstehen, sagte die Belgierin.
(Informationen über das Festival: http://www.berliner-festspiele.de/)
dapd
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