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"Sehr ärgerlich und unnötig" Vogel sieht Guttenberg auf einem schwierigen Weg

DAPD

25.02.2011

Die Einleitung der Dissertation von Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg mit dem Titel "Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU", aufgenommen am Mittwoch (16.02.11) in Berlin. Diese Einleitung findet sich bereits in einem Artikel ("Das Experiment einer grossräumigen Republik" von Barbara Zehnpfennig) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 27.11.1997. Diese Textpassage erschien laut der Süddeutschen Zeitung vom Mittwoch (16.02.11) bereits in einer Ausgabe der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) vom 22.06.2003.  Foto: Patrick Sinkel/dapd
Die Einleitung der Dissertation von Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg mit dem Titel "Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU", aufgenommen am Mittwoch (16.02.11) in Berlin. Diese Einleitung findet sich bereits in einem Artikel ("Das Experiment einer grossräumigen Republik" von Barbara Zehnpfennig) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 27.11.1997. Diese Textpassage erschien laut der Süddeutschen Zeitung vom Mittwoch (16.02.11) bereits in einer Ausgabe der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) vom 22.06.2003.

Foto: Patrick Sinkel/dapd

Hamburg – Nach Ansicht des früheren CDU-Ministerpräsidenten Bernhard Vogel ist die Plagiatsaffäre für Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) noch nicht ausgestanden. Vogel sagte "Spiegel Online" am Freitag: "Also ein Rücktritt wäre leichter für ihn gewesen – Guttenberg hat den schwierigeren der denkbaren Wege gewählt."

Vogel, der früher Ministerpräsident von Thüringen und Rheinland-Pfalz war, sieht Guttenberg vor einer neuen Bewährungsprobe: "Er steht jetzt vor der Aufgabe, in Zweifel gezogenes Vertrauen wieder zu gewinnen und zu bestätigen, dass seine Entscheidung und die Unterstützung durch die Kanzlerin richtig waren."

Der CDU-Politiker äußerte Zweifel an der Darstellung Guttenbergs, wonach ihm die schwerwiegenden Fehler in seiner Dissertation versehentlich unterlaufen sind. "Diese Erklärung ist für mich schwer nachvollziehbar", sagte Vogel. Zugleich kritisierte er die wissenschaftlichen Betreuer Guttenbergs. "Es gab zwei Korrektoren der Guttenberg-Dissertation – einen Doktorvater und einen Zweitgutachter. Dass die nicht gemerkt haben, was da schief gelaufen ist, halte ich für sehr eigenartig."

Vogel kritisierte auch, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel zwischen dem Minister Guttenberg und dem schummelnden Doktoranden unterschieden habe. "Man sollte das nicht voneinander trennen – es ist ja ein und derselbe Mann."

Merkels Rückendeckung für Guttenberg lobte Vogel. "Man hat abzuwägen, was er bisher in seinem Ministeramt und vorher in der Politik geleistet hat." Die Plagiatsaffäre sei "sehr ärgerlich und unnötig – aber es stellt nicht den gesamten Auftrag des Verteidigungsministers infrage", befand Vogel. (dapd)

 

 

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