Unternehmen – Volkswagen trotzt Branchenkrise – DAPD
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Schwarze Zahlen Volkswagen trotzt Branchenkrise

DAPD

30.10.2008

(AP Photo/Fabian Bimmer)
(AP Photo/Fabian Bimmer)

Wolfsburg – Der Autobauer Volkswagen hat trotz der Branchenkrise bis Ende September ein Rekordergebnis eingefahren. Die Wolfsburger bekräftigten am Donnerstag in der Zwischenbilanz anders als etwa Konkurrent Daimler zudem ihre Gewinnprognose von mehr als 6,2 Milliarden Euro für das Gesamtjahr. Allerdings spürt auch VW nach Angaben von Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch die Marktschwäche. „Unsere Absatzentwicklung verlangsamt sich“, sagte er.

In den ersten neun Monaten stieg der VW-Umsatz um 5,5 Prozent auf 85,4 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte um 15 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zu. Der Nettogewinn nach Steuern stieg um 28 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. VW bekräftigte die Prognose, wonach Absatz und operativer Gewinn auch im Gesamtjahr über den Vorjahreswerten von 109 Milliarden und 6,2 Milliarden Euro liegen sollen.

Im dritten Quartal sind allerdings zwei Konzernmarken, Seat und Bentley, in den roten Zahlen geraten. Weitere Marken wie Skoda und die Nutzfahrzeuge zeigen Bremsspuren bei der Gewinnentwicklung. Der Konzerngewinn legte im dritten Quartal nur noch um 1,8 Prozent zu. Finanzvorstand Pötsch sagte in einer Telefonkonferenz, das vierte Quartal und das Jahr 2009 würden nicht leichter werden.

Absatzschub in Russland

Laut VW ist der weltweite Automarkt in den ersten neun Monaten eingebrochen. Vor allem die USA und Westeuropa liefen schlechter. Der VW-Konzern legte bei den Auslieferungen aber gegen den Trend auf 4,8 Millionen Fahrzeuge zu und gewann Marktanteile.

2009 rechnet VW mit einem weiter schrumpfenden Weltmarkt. VW werde aber erneut besser als der Markt abschneiden, sagte Verkaufschef Detlef Wittig und verwies auf eine junge Modellpalette.

Einen Rückgang musste der Konzern in den ersten drei Quartalen in Westeuropa, Nordamerika und Südafrika wegstecken. Deutlich aufwärts ging es in Zentral- und Osteuropa. In Russland, wo ein neues Werk gebaut wurde, stieg der Absatz um fast 70 Prozent. Auch in Südamerika und China ging es kräftig nach oben.

Ertragsperle Audi

Auf der Ertragsseite ist Audi weiter die Perle des Konzerns: Von den 4,9 Milliarden Euro Gewinn stammen 2,1 Milliarden von Audi und 1,9 Milliarden von der Marke VW. An dritter Stelle folgt Skoda mit 455 Millionen Euro.

VW ist damit bisher vergleichweise gut durch die weltweite Autokrise gekommen und ist nach Toyota und General Motors nach eigenen Angaben unter die drei größten Autobauer aufgestiegen. Der Kurs der VW-Aktie stieg am Donnerstag um 10 Prozent auf 570 Euro. (AP)

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