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Beispiele für PISA-Testaufgaben Vom Zähneputzen und Geldwechseln

Christiane Jacke

07.12.2010

In Deutschland beteiligten sich etwa 5.000 Jugendliche an 223 Schulen an der internationalen Vergleichsstudie. Foto: Johannes Simon/dapd Photo
In Deutschland beteiligten sich etwa 5.000 Jugendliche an 223 Schulen an der internationalen Vergleichsstudie.

Foto: Johannes Simon/dapd Photo

Berlin – Für die neue PISA-Untersuchung haben Forscher weltweit fast eine halbe Million Schüler in 65 Staaten getestet. In Deutschland beteiligten sich etwa 5.000 Jugendliche an 223 Schulen an der internationalen Vergleichsstudie. Die 15-Jährigen beantworteten in einem rund zweistündigen Test Fragen zu Naturwissenschaften und Mathematik und ihrer Lesekompetenz. Bei der jüngsten Untersuchung lag der Fokus – wie schon bei der ersten PISA-Studie aus dem Jahr 2000 – auf dem Lesen und dem Textverständnis. Nachfolgend einige Beispielaufgaben:

LESEKOMPETENZ:

Aufgabe:

"Lies den folgenden Text und beantworte die nachfolgenden Fragen:

Werden unsere Zähne immer sauberer, je länger und stärker wir sie putzen? Britische Forscherinnen und Forscher sagen nein. Sie haben viele verschiedene Varianten ausprobiert und haben letztendlich die perfekte Art des Zähneputzens gefunden. Ein zweiminütiges, nicht zu starkes Bürsten bringt das beste Ergebnis. Wenn man stark bürstet, beschädigt man Zahnschmelz und Zahnfleisch, ohne dass dabei Essensreste oder Zahnbelag gelöst werden. Bente Hansen, eine Expertin für Zähneputzen, sagt, dass es gut ist, die Zahnbürste wie einen Stift zu halten. 'Fang in einer Ecke an und putze die ganze Reihe entlang', sagt sie. 'Und vergiss auch deine Zunge nicht! Sie kann eine Menge Bakterien enthalten, die schlechten Atem verursachen können.'"

>Frage 1:

"Wovon handelt dieser Artikel?"

A. Von der besten Art, seine Zähne zu putzen.

B. Von der besten Zahnbürste, die zu benutzen ist.

C. Von der Wichtigkeit guter Zähne.

D. Von den unterschiedlichen Arten, wie Leute ihre Zähne putzen.

Richtige Antwort: A.

(Stufe 1)

Frage 2:

"Was empfehlen die britischen Forscherinnen und Forscher?"

A. Dass man seine Zähne so oft wie möglich putzen sollte.

B. Dass man nicht versuchen sollte, seine Zunge zu putzen.

C. Dass man seine Zähne nicht zu stark bürsten sollte.

D. Dass man seine Zunge öfter als die Zähne putzen sollte.

Richtige Antwort: C.

(Stufe 1)

Frage 3:

"Warum wird im Text ein Stift erwähnt?"

A. Damit man versteht, wie man eine Zahnbürste halten sollte.

B. Weil man mit beidem, einem Stift und einer Zahnbürste, in einer Ecke beginnt.

C. Um zu zeigen, dass man Zähne auf viele verschiedene Arten putzen kann.

D. Weil man das Zähneputzen so ernst nehmen sollte wie das Schreiben.

Richtige Antwort: A.

(Stufe 1)

MATHEMATIK:

Aufgabe:

"Mei-Ling aus Singapur wollte für 3 Monate als Austauschstudentin nach Südafrika gehen. Sie musste einige Singapur Dollar (SGD) in Südafrikanische Rand (ZAR) wechseln. Mei-Ling fand folgenden Wechselkurs zwischen Singapur Dollar und Südafrikanischem Rand heraus: 1 SGD = 4,2 ZAR Mei-Ling wechselte zu diesem Wechselkurs 3.000 Singapur Dollar in Südafrikanische Rand. Wie viele Südafrikanische Rand hat Mei-Ling erhalten?"

Richtige Antwort: 12.600 ZAR

(Stufe 1)

NATURWISSENSCHAFTEN:

Aufgabe:

"Lies den folgenden Zeitungsartikel und beantworte die nachfolgenden Fragen:

Mary Montagu war eine sehr schöne Frau. Im Jahre 1715 überlebte sie eine Pockeninfektion, doch ihr Gesicht blieb mit Narben bedeckt. Während eines Aufenthalts in der Türkei im Jahre 1717 lernte sie ein dort übliches Verfahren kennen, die sogenannte Inokulation. Bei dieser Behandlung wurden Erreger einer schwachen Form des Pockenvirus in die Haut von gesunden jungen Menschen eingeritzt, woraufhin diese zwar erkrankten, aber in den meisten Fällen nur an einer leichten Form der Krankheit. Mary Montagu war von der Sicherheit dieser Inokulation so überzeugt, dass sie ihren Sohn und ihre Tochter behandeln ließ. 1796 benutzte Edward Jenner die Inokulation mit Kuhpocken, einer verwandten Pockenart, um Antikörper gegen die Pocken zu erzeugen. Im Vergleich zur Inokulation mit Pocken hatte diese Behandlung weniger Nebenwirkungen, und die behandelte Person konnte niemanden anstecken. Diese Behandlung ist als Impfung bekannt geworden."

Frage 1:

"Gegen welche Art von Krankheiten kann man sich impfen lassen?"

A. Erbkrankheiten wie die Bluterkrankheit.

B. Krankheiten, die von Viren verursacht werden, z. B. Kinderlähmung.

C. Krankheiten, die durch Funktionsschwächen des Körpers verursacht werden, z. B. Zuckerkrankheit.

D. Jede Art von Krankheit, für die es keine Heilung gibt.

Richtige Antwort: B.

(Stufe 2)

Frage 2:

"Wenn Tiere oder Menschen eine ansteckende bakterielle Krankheit bekommen und wieder gesund werden, erkranken sie im Normalfall nicht noch einmal an einer Infektion durch diese Bakterienart. Was ist der Grund dafür?"

A. Ihr Körper hat alle Bakterien abgetötet, die diese Art von Krankheit hervorrufen können.

B. Ihr Körper hat Antikörper gebildet, die diese Art von Bakterien abtöten, bevor sie sich vermehren.

C. Ihre roten Blutkörperchen töten alle Bakterien ab, die diese Art von Krankheit verursachen.

D. Ihre roten Blutkörperchen fangen alle Bakterien dieser Art und entfernen sie aus dem Körper.

Richtige Antwort: B.

(Stufe 2)

Frage 3:

"Nenne einen Grund, warum es sich empfiehlt, ganz besonders kleine Kinder und ältere Menschen gegen Grippe zu impfen."

Richtige Antwort: Bezieht sich darauf, dass junge und/oder alte Menschen ein schwächeres Immunsystem als andere Menschen haben, oder Ähnliches.

(Stufe 3)

(dapd)

 

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