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VW präsentiert Studie des neuen Sciroccos in einer Weltpremiere

DAPD

25.08.2006

VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard stellt die VW-Sportwagen-Studie  "Iroc" bei der Präsentation am Donnerstag, 24. August 2006, in Berlin vor.  (AP Photo/Fritz Reiss)
VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard stellt die VW-Sportwagen-Studie "Iroc" bei der Präsentation am Donnerstag, 24. August 2006, in Berlin vor. (AP Photo/Fritz Reiss)

Berlin - Comeback eines Klassikers: VW hat in einer großen Show in Berlin die Studie «Iroc» präsentiert. Sie ist Vorbote des neuen Sciroccos, der ab 2008 in Portugal produziert werden soll. Das Auto soll das «schärfste» sein, das VW je vorgestellt hat, wie der VW-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Bernhard am Donnerstagabend vor über 500 geladenen Gästen in dem aufwendig zum Partyraum umgestalteten Hangar des Flughafens Tempelhof sagte.

Der Scirocco steht in der Tradition eines beliebten Sportwagens, der von den 70er Jahren bis 1992 über 800.000 Mal verkauft wurde. Das neue Auto solle «Baustein» der Produktoffensive des Unternehmens werden, erklärte Bernhard. Zehn neue Modelle hatte das Wolfsburger Unternehmen kürzlich für die nächsten fünf Jahre angekündigt, um die Nachfrage anzukurbeln - und nicht nur mit Stellenabbau und Arbeitszeitverlängerung höhere Gewinne zu erzielen. Zuletzt war Volkswagen unter anderem dafür kritisiert worden, traditionelle Käuferschichten vernachlässigt zu haben. Diese will Bernhard nun offenbar auch mit dem neuen Scirocco wieder zurück gewinnen.

Wild, selbstbewusst, mutig und praktisch

Der Manager zeigte sich in der dunklen Halle mit den grün leuchtenden Dioden an den Wänden bestens gelaunt: Wild, selbstbewusst, mutig und praktisch sei das Gefährt und solle das Lebensgefühl des «Kultautos Scirocco» in die Gegenwart übertragen. «Die Studie zeigt, wie ein erschwinglicher Sportwagen von VW aussehen könnte», sagte er - ohne jedoch auf den Preis einzugehen. Auch zu möglichen Stückzahlen wollte er sich nicht äußern. Nur so viel: Das «neue Baby» solle junge Leute ansprechen, die Geld hätten, aber nicht so viel, um sich einen BMW oder Porsche zu leisten.

Ebenso markig wie seine Worte war Bernhards Auftreten. Die oberen Hemdknöpfe offen, mit Jeans und einem Gürtel mit großer silberner Schnalle trat er vor die Gäste. Zuvor war er selbst mit der Studie auf einer Steilbahn im Kreis gekurvt, bevor er dann auf der Bühne stoppte.

Das Auto, 4,24 Meter lang, sieht wie ein flacher Sportkombi aus, hat ein langes Dach und ein hochgezogenes Heck. So könnten in den 300 Liter fassenden Kofferraum auch Einkäufe gut verstaut werden, meinte der Manager. Im Fond des Viersitzers finde gar ein 1,90 Meter großer Mann genügend Platz. In der Studie steckt ein Golf-Motor mit 210 PS. Denkbar seien aber auch Aggregate mit deutlich unter 150 PS. Der Motor müsse nur eins garantieren: Fahrspaß.

Ob das Auto dann auch wirklich so aussehen wird wie jetzt präsentiert, ist noch nicht entschieden. «Da richten wir uns nach der Reaktion des Publikums», sagte Bernhard. Die Premieren-Gäste klatschten bei der Präsentation artig. Und schlürften dann weiter ihren Prosecco - mit Strohhalmen aus Dosen.

http://www.volkswagen.de/

(AP)

 

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