Stuttgart – Eine neuartige Wärmetherapie macht Asthmatikern Hoffnung, bei denen Medikamente versagen. Die so genannte bronchiale Thermoplastie weitet durch kurzzeitige Erhitzung dauerhaft die Atemwege, wie Adrian Gillisen von der Universität Leipzig in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift“ berichtet. Allerdings sei die Behandlung für den Patienten zunächst mit einigen Belastungen verbunden. Dafür werde er jedoch mit einer langfristigen Besserung der Beschwerden belohnt.
Bei der Thermoplastie muss der Betroffene in Kurznarkose zunächst drei jeweils 30-minütige Spiegelungen der Atemwege über sich ergehen lassen. Dabei kommt dem Bericht zufolge ein spezielles Bronchoskop zum Einsatz. An dessen Spitze kann der Arzt ein kleines Drahtkörbchen ausfahren, das sich an die Wände der Atemwege anlegt und das Gewebe für wenige Sekunden auf 65 Grad Celsius erwärmt. Dadurch werden laut Gillisen die Atemwege dauerhaft weiter gestellt, was die Atmung erleichtert. Über mindestens ein Jahr treten nach Angaben des Professors weniger Asthmaattacken auf. Für die Patienten bedeute dies einen wertvollen Gewinn an Lebensqualität. (AP)
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