Aktuelle Nachrichten – Deutschland
06.11.2009
Wiesbaden – Nach einer Erdwärmebohrung treten in der Innenstadt von Wiesbaden gewaltige Wassermassen aus. Wie der Sprecher Stadtverwaltung, Siggi Schneider, berichtete, war der Bohrtrupp in der Nacht zum Freitag in rund 130 Metern Tiefe auf eine Wasserblase gestoßen, die unter hohem Druck steht. Zeitweise seien bis zum 6.000 Liter Wasser pro Minute ausgetreten.
Nach Schneiders Worten ist es zwar gelungen, das Bohrloch mit Beton zu verschließen, das Wasser drücke jedoch an drei Stellen erneut an die Oberfläche. Zwei von drei Wasserstellen seien mittlerweile ebenfalls mit Beton verschlossen worden. Die Feuerwehr habe eine Sandsackbarriere errichtet, um die umliegenden Gebäude zu schützen. Der mit dem Wasser herausgedrückte Schlamm werde nun mit Lastwagen abgefahren.
Ein Sprecher des hessischen Finanzministeriums sagte, die Erdwärmebohrung stehe in Zusammenhang mit einem geplante Anbau des Ministeriums. Da dieser hohen ökologischen Standards genügen solle, sei eine Erdwärmeheizung geplant gewesen. Durch die Wassermassen sei es bislang zu keinen Gebäudeschäden gekommen. Das Wasser werde nun in die Kanalisation abgepumpt. (AP)
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