Foto: Norbert Millauer/dapd Photo
München – Die Bundesbürger stellen rund 24 Millionen Weihnachtsbäume auf. Auch Klimaschützer haben an dem rund 500 Jahre alten Brauch nichts auszusetzen, denn die Klimabilanz einer echten Tanne oder Fichte aus heimischen Wäldern ist fast neutral, wie das Münchner ifo-Institut am Mittwoch mitteilte.
Bis zum Einschlag wachsen die Weihnachtsbäume im Durchschnitt neun Jahre und binden 145 Tonnen Kohlendioxid pro Hektar. Wenn der Baum nach den Feiertagen kompostiert oder verbrannt wird, wird diese Menge wieder frei, wie ifo-Energieexpertin Karen Pittel erklärte. Bei der Züchtung und dem Transport eines Baumes entstehen zudem etwa drei Kilogramm Kohlendioxid.
Damit sei der deutsche dem amerikanischen Weihnachtsbaum aber klar voraus. Denn 58 Prozent der Weihnachtsbäume in den USA sind künstlich, und da fallen 48 Kilogramm Kohlendioxid pro Baum an. Ein künstlicher Baum müsste also mindestens 16 Jahre verwendet werden, um einen natürlichen Baum bei der Klimabilanz zu schlagen. "Tatsächlich landen sie jedoch nach durchschnittlich sechs Jahren im Abfall", so die ifo-Experten. Die USA sind Hauptimporteur künstlicher Bäume – Hauptexporteure sind China, die Niederlande und Deutschland.
(dapd)
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