Berlin – Tannenduft und Lichter, Glühwein und Lebkuchen, Kunst und Kitsch: Mit Eröffnung der Weihnachtsmärkte haben zahlreiche Städte am Montag die Adventszeit eingeläutet. So wurde in Berlin auf dem traditionellen Markt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche der Weihnachtsbaum, eine 70 Jahre alte und 24 Meter hohe Solitärfichte aus Bad Tölz, feierlich illuminiert. Dem international angehauchten „Weihnachtszauber“ auf dem Gendarmenmarkt widmete sogar Außenminister Frank-Walter Steinmeier ein Grußwort.
Von Köln bis Magdeburg oder Augsburg gingen quer durch die Republik die Lichterketten an. Andere Städte lassen sich noch etwas Zeit. So beginnt Deutschlands berühmtester Weihnachtsmarkt, der Nürnberger Christkindlesmarkt, erst am Freitag.
Mit dem Start erst nach dem Totensonntag wurde vielerorts der Streit mit den Kirchen über den frühen Beginn der Weihnachtsmärkte entschärft. Dafür bleiben die Buden nun oft bis nach Weihnachten, teils sogar bis Neujahr geöffnet. Dagegen hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die seit Jahren mit ihrer Kampagne „Alles hat seine Zeit. Advent ist im Dezember“ die Tradition hochzuhalten versucht, nichts einzuwenden: Die Weihnachtszeit als solche dauert schließlich bis zum 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige. Der Advent beginnt eigentlich erst eine Woche nach dem Totensonntag, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr.
Einige Weihnachtsmärkte, etwa in Rostock und mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen, hatten dennoch schon in der vergangenen Woche begonnen. Als Kompromiss blieben sie am Totensonntag geschlossen oder hatten nur eingeschränkte Öffnungszeiten. (AP)
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