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Weiter keine heiße Spur nach Polizistenmord in Heilbronn

DAPD

30.04.2007

Heilbronn/Böblingen – Trauermarsch für die in Heilbronn getötete Polizistin: Rund 2.000 baden-württembergische Polizisten nahmen am Montag Abschied von der 22-Jährigen. Die Beamten gingen in Böblingen von der in der Wildermuth-Kaserne untergebrachten Bereitschaftspolizei zur Evangelischen Stadtkirche Sankt Dionysius. Landesinnenminister Heribert Rech sagte bei der Trauerfeier, die Tat sei bei einem Routineeinsatz geschehen. „Noch wissen wir nicht, wer ihr junges Leben so skrupellos und kaltblütig beendet hat.“

Die 22-Jährige wurde am vergangenen Mittwoch durch einen Kopfschuss getötet. Ihr 24 Jahre alter Kollege wurde lebensgefährlich verletzt. Auf der Suche nach den Mördern tappt die Polizei weiter im Dunkeln. Es gebe keine heiße Spur, sagte ein Sprecher in Heilbronn. Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt. Der Zustand des schwer verletzten Polizisten sei nach wie vor kritisch. Er sei operiert worden und liege im Koma. Die Beamten der Sonderkommission „Parkplatz“ suchten weiter nach Hinweisen auf den blutverschmierten Mann, der von einem Zeugen in der Nähe des Tatorts gesehen worden sein soll. Bisher hätten sich aber keine weiteren Zeugen gemeldet.

Die Belohnung zur Aufklärung der Tat wurde inzwischen auf 50.000 Euro erhöht. Bei der Polizei gingen bislang über 400 Hinweise an. In den kommenden Tagen will die Polizei mit Plakaten und Handzetteln nach weiteren Zeugen suchen. Der Leiter der Sonderkommission, Frank Huber, sagte: „Wir hoffen, dass sich jemand an eine Kleinigkeit erinnert, die er bislang als unwichtig erachtete.“ Jeder Hinweis könne weiterhelfen.

Die 22 Jahre alte aus Thüringen stammende Beamtin gehörte zur Bereitschaftspolizei in Böblingen bei Stuttgart. Rech sagte, der Mordanschlag auf die beiden Polizisten mache auf bittere Weise bewusst, dass der Kampf gegen Gewalttaten und Brutalität weitergehen müsse. Beiden sei keine Chance eingeräumt worden, ihr Leben zu verteidigen. Die junge Frau hatte ihre Ausbildung bei der baden-württembergischen Polizei im August 2005 beendet.

Rech versprach den Hinterbliebenen die Aufklärung der Bluttat. „Die Ermittlungskräfte werden alles Erdenkliche daran setzen, um den oder die Verbrecher zu fassen“, sagte der CDU-Politiker bei der Trauerfeier. Man wolle wissen, wer für diese schreckliche Tat verantwortlich sei. „Vielleicht kann dies ein kleiner Beitrag sein, das Unfassbare zu verarbeiten.“ (AP)

 

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